Sträucherabgabe für Osterfeuer

Flyer Osterfeuer 2026

Die KLJB Wippingen lädt auch 2026 wieder herzlich zum traditionellen Osterfeuer ein. Dieses findet am 05. April ab 19:00 Uhr auf dem Feld bei Haskamp (neben der Mühle) statt. Gemeinsam möchten wir einen schönen Abend am Feuer verbringen und freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher.

Für das Osterfeuer werden wieder Sträucher gesammelt, die vorab abgegeben werden können. Die Sträucherabgabe findet am Samstag, den 28.03.2026, sowie am Samstag, den 04.04.2026, jeweils von 10:00 bis 12:00 Uhr statt. Bitte beachtet, dass ausschließlich Sträucher angenommen werden. [Gretel Frericks]

Fukushima mahnt – doch von der Leyen setzt wieder auf Atomkraft

Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat schon 2007 als niedersächsische Gesundheitsministerin das Landeskrankenhaus Osnabrück zu billig verkauft, hat als EU-Kommissionspräsidentin milliardenschwere Verträge über Impfstoffe maßgeblich über private SMS und Anrufe mit Pfizer-Chef Albert Bourla ausgehandelt und versucht, dies zu vertuschen, vergab als deutsche Verteidigungsministerin Aufträge an externe Berater (z. B. McKinsey) in Millionenhöhe unter Umgehung von Vergaberegeln und löschte Daten vom Diensthandy um Beweise zu vernichten und sie mischte sich in Wahlen in mehreren EU-Ländern ein und finanzierte Kampagnen von NGOs um missliebige Regierungen zu stürzen.

Diese Frau ist somit in keiner Weise vertrauenswürdig. Jetzt fordert sie ausgerechnet zum 15. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima eine Rückkehr zur Atomenergie. Es geht angeblich um eine klimafreundliche und kostengünstige Energie.

Dass Atomenergie nicht kostengünstig ist, wurde durch die Praxis bisher schon bewiesen. Derzeit wird auf Staatskosten eine Möglichkeit gesucht, den bisher schon produzierten Atommüll zu entsorgen. Die Idee von den SMR (small modular reactors) genannten Mini-Atomkraftwerken wird diese Problematik unendlich verlängern. Diese „kleinen“ Atomkraftwerke produzieren eher noch mehr Müll, als die großen. Die Vorstellung, dass kleine Kraftwerke von einem Fließband laufen, ist vollkommen absurd. Es handelt sich – wie bei den großen – um Milliardengräber, die wirtschaftlich nur zu betreiben wären, wenn der Staat alle Kosten rundum übernimmt. Die aktuellen Atomkraftprojekte in Großbritannien und Frankreich verschlingen schon Unsummen an öffentlichen Geldern.

Und auch die Klimafreundlichkeit funktioniert vor allem, wenn alle vor- und nachgelagerten Bereiche ausgeklammert werden. Was ganz sicher funktioniert ist, dass die Energiekonzerne weiterhin die Energieproduktion monopolisieren können und die Konsumenten nach Belieben ausquetschen können. Und das ist, was eine Frau von der Leyen allein interessiert (siehe ihre Sündenliste oben). [jdm]

Antwort an meine Kritiker – Anatomie einer Verleumdung, von Francesca Albanese

ARTE-Dokumentation "Disunited Nations - Die UNO und der Nahe Osten" über Gaza und die Arbeit von Francesca Albanese

Der französische Außenminister forderte, die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen über die Situation in den besetzten palästinensischen Gebieten, Francesca Albanese müsse zurücktreten und nannte als Begründung Äußerungen, die sie gar nicht getätigt hatte. Auch der deutsche Außenminister sprang auf diesen Zug auf. Keiner informierte sich über den tatsächlichen Sachverhalt.

Francesca Albanese wurde auch bei ihren öffentlichen Auftritten in Deutschland von staatlichen Stellen und Universitäten behindert. Die USA verhängten Sanktionen gegen Albanese, die immerhin offiziell im Auftrag der UNO tätig ist. Und warum? Weil sie das Vorgehen Israels in Gaza als Völkermord bezeichnete. Sie dokumentierte schon vor dem Krieg gegen Gaza die systematische Einschränkung des Selbstbestimmungsrechts des palästinensischen Volkes, die willkürliche und systematische Freiheitsberaubung sowie die strukturellen Auswirkungen der Besatzung auf Kinder.

Ihr wurde fälschlich vorgeworfen, sie habe das Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023 gegen israelische Bürger gerechtfertigt. Albanese hat sich dafür eingesetzt, den Kontext nicht aus dem Blick zu verlieren. Die Gräueltaten der Hamas als antisemitisch motiviert zu beschreiben, sei gefährlich, weil sie die strukturellen Ursachen der Gewalt verschleierten und zu falschen Schlüssen führten. Die Berichte von Albanese wurden unter den Titeln "Anatomie eines Völkermords", "Wirtschaft eines Völkermords" und "Koloniale Auslöschung durch Völkermord" veröffentlicht. Darin kritisierte sie die Waffenlieferungen der USA und Deutschlands, sowie die wirtschaftlichen Strukturen, die den Völkermord ermöglichen und profitabel machen.

In einem zweiseitigen Artikel mit dem Titel "Anatomie einer Diffamierung" in der Zeitschrift "Le monde diplomatique" (Lmd) antwortet Francesca Albanese auf die massive Diffamierungskampagne, der sie zum Opfer gefallen ist. Auf Lmd ist der Artikel nicht aufrufbar, aber jemand hat auf "Reddit" den Artikel (in französisch und deutsch) verfügbar gemacht. [jdm]

Altersverifikation bei der Nutzung von sozialen Medien bedeutet Offenlegung aller Daten von allen Nutzern

Die Forderungen von CDU, SPD und den Grünen nach einer Altersbeschränkung bei der Nutzung von sozialen Medien ist kein Beitrag zum Kinder- und Jugendschutz, sondern das vollständige Ende von Privatheit im Internet für alle. Erst wenn die Nutzer per digitaler Identität ihr Alter nachweisen, können sie alle Funktionen freischalten. Das bedeutet, dass alle Nutzer ihr Alter überprüfen lassen müssen, um auf Social Media-Plattformen z. B. mitdiskutieren zu können.

Die CDU fordert eine verbindliche Altersverifikation für soziale Medien, um ein vorgeschlagenes Nutzungsverbot für Kinder unter 14 Jahren durchzusetzen. Sie will effektive, datenschutzkonforme Systeme. Die Plattformbetreiber sollen verpflichtende, technisch belastbare Altersverifizierungssysteme einsetzen.

Ähnliches fordert die SPD-Bundestagsfraktion. Anbieter stünden in der Pflicht, Jugendlichen unter 14 Jahren den Zugang technisch wirksam zu unterbinden.

Theoretisch ist es denkbar, dass es eine vom Staat angebotene sichere App gibt, die Plattformen mitteilt „Nutzer ist über/unter 16 Jahren“. Praktisch gibt es das nicht. Eine EUDI-Wallet (European Digital Identity Wallet) ist als staatlich geprüfte Smartphone-App geplant, die als digitale Brieftasche für Ausweise, Führerscheine, Zeugnisse und weitere Dokumente dienen soll. Aber die gibt es nicht und es ist noch nicht klar, ob diese eine Altersverifikation enthalten wird.

Wer schon mal eine Identitätsverifikation für die Neuanmeldung einer SIM-Karte oder für den Plattform-Zugang bei der Arbeitsagentur mitgemacht hat, weiß, dass bei diesem Vorgang der Personalausweis und die Person am Handy mit einem Video-Selfie verglichen werden und die Software feststellen soll, ob es sich um die ausgewiesene Person handelt. Dabei werden alle persönlichen Daten gespeichert, es werden Fotos der Person und sogar Körper-Bewegungsmuster gespeichert. Fachleute gehen davon aus, dass bei einer Altersverifikation bis zu 300 verschiedene Daten der Person erfasst werden. Diese Daten werden dabei auch mit staatlichen Datenbanken abgeglichen.

Die Forderung von CDU und SPD, dass die Plattformen die technischen Voraussetzungen schaffen müssen, bedeutet zudem, dass sie nicht auf eine staatlich zur Verfügung gestellte App setzen, sondern die Plattformen selbst die Datensammelei organisieren sollen.

Wer mit Hilfe einer Altersverifikation Kinder und Jugendliche ausschließen will, muss beim Zugang zu den sozialen Medien alle Nutzer überprüfen. Das bedeutet, nicht nur die Kinder und Jugendlichen, sondern ausnahmslos jeder muss sich am Eingang ausweisen und die Unmenge an Daten liefern. Eine Anonymität existiert dann überhaupt nicht mehr. Erst nach Angabe aller dieser Daten durch diese geschilderte Prozedur, kann man den Artikel lesen, der einen interessiert, seine Meinung äußern oder das Produkt anschauen, das man sehen möchte.

Die großen Plattformen wie Facebook, Amazon, Instagram, TikTok, usw. haben nichts gegen eine Altersverifikation einzuwenden. Denn ihnen werden dabei alle diese Daten frei Haus geliefert. Und mit einer simplen Verknüpfung der Daten, wie sie die neuen Polizeisoftwares, die sich die deutschen Bundesländer von dem Palantir-Konzern des rechtsradikalen US-Milliardärs Peter Thiel angeschafft haben, gibt es keinen Bereich mehr, den man als privat bezeichnen kann. [jdm]

Schützenverein: Bernd Schwering nach 35 Jahren Ehrenamt verabschiedet – Frank Kohne verlässt nach 25 Jahren den Vorstand

Von einer soliden Kasse, dessen viele Einzelposten von einem regen Vereinsjahr für die 299 Vereinsmitglieder zeugten, konnte Kassenwart Hermann Lammers auf der Generalversammlung des Wippinger Schützenvereins berichten.

v. l.: Markus Püsken, Frank Kohne, Bernd Schwering, Antonius Peters

So ist es kein Wunder, dass die Wiederwahl des Vorsitzenden Markus Püsken einstimmig erfolgte. Als Wahlleiter führte der Ehrenvorsitzende Josef Speller gewohnt schnell durch die weiteren Wahlen. Antonius Richert wurde wiedergewählt. Frank Kohne dagegen erklärte, er wolle nach 25 Jahren im Vereinsvorstand seinen Posten aufgeben. Kohne wurde mit einem Präsentkorb aus der Hand des Vorsitzenden und dem Beifall der Versammlung für seine ehrenamtliche Tätigkeit verabschiedet. Seine Nachfolge im Vorstand tritt Christian Schwering an.

Bei den Ehrenämtern wurden Hansi Düthmann, Frank Düttmann und Wilfried Schmunkamp in ihren Ämtern bestätigt. Bernd Schwering nahm nach 35 Jahren seinen Abschied aus dem Amt als Adjutant. Diese Aufgabe, die beim und nach dem Königschießen die wichtigsten Momente hat, wird in Zukunft Andreas Schwering übernehmen. Bernd Schwering erhielt ebenfalls Applaus und einen Geschenkkorb für seine bisherige Arbeit.

In der Aussprache berichtete Lammers, dass im Schützenhaus demnächst ein solider Wickeltisch installiert werde, der von Elektro-Hackmann (Markus Hackmann) gesponsert wurde.

Kontrovers wurde diskutiert, wie die Preise für den Auto-Scooter gesenkt werden können. 3,50 € für eine Einzelfahrt seien einfach zu viel. Es wurde angeregt, mit den Schaustellern über andere Finanzierungsmodelle nachzudenken. Es sei dem Schausteller ja eigentlich egal, wie viel Kinder mit dem Scooter führen, es müsse am Ende nur die Kasse stimmen. Es gebe Vereine, die den Scooter oder das Karussell samt Personal mieteten und den Kindern dann mehr oder weniger freie Fahrt biete.

Dem wurde von Seiten des Vorstands entgegen gehalten, dass er kaum Chancen für solche Abkommen sieht. Außerdem gebe es ja für die Kinder der Mitglieder 5 Freikarten. Das wurde von den Befürwortern einer Preissenkung durchaus anerkannt, aber damit seien die Kinder der Gäste ausgeschlossen und insgesamt bleibe es schade, dass der Scooter lieber leer fahre, als Kindern zu einem niedrigeren Preis mehr Fahrten zu ermöglichen.

Der Vorstand versprach, sich diesem Thema noch einmal näher zu widmen.

An der Vereinsmeisterschaft nahmen 44 Schützen teil, die durchschnittlich 239 Ringe schossen. Oberst Antonius Peters zeichnete die jeweils drei Besten der Altersklassen mit den Plaketten aus. [jdm]

0-17      Luftgewehr                            Ringe
1.           Meyer, Manuel                      98
2.           Düthmann, Joshua                97
3.           Wolters, Julian                       95

Jannik Riedel, Nico Gerdes, Chris Kleene

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18-30    KK                                       Ringe
1.           Kleene, Chris                        245
2.           Gerdes, Nico                        244
3.           Riedel, Jannik                       233

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Marcel Ganseforth, Georg Ganseforth, Stefan Klaas

30-40    KK                                       Ringe
1.           Ganseforth, Georg                250
2.           Ganseforth, Marcel               250
3.           Klaas, Stefan                         250

Stephan Bicker, Georg Ganseforth, Markus Meyer

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40-50    KK                                       Ringe
1.           Ganseforth, Christoph          250
2.           Meyer, Markus                     250
3.           Bicker, Stephan                     247

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Alois Timmer

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50-60    KK                                       Ringe
1.           Bicker, Herman-Josef            245
2.           Johanning, Martin                 241
3.           Timmer, Alois                        240

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Bernd Freese, Bernd Schwering

60-70    KK                                       Ringe
1.           Jansen, Hermann                   247
2.           Freese, Bernd                        245
3.           Schwering, Bernd                  244

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Josef Speller, Alex Ganseforth

70 +       KK                                       Ringe
1.           Ganseforth, Alex                   244
2.           Speller, Josef                         233

Traditionelles Anpilgern auf dem Hümmlinger Pilgerweg

Anpilgern Hümmlinger Pilgerweg

Am Samstag, den 21. März 2026, treffen sich die Teilnehmer am traditionellen Anpilgern auf dem Hümmlinger Pilgerweg um 9:30 Uhr bei der Kirche St. Johannes Spahnharrenstätte.

Von hier aus geht es 13 km bis nach Werlte, wo die Pilger ein Imbiss erwartet. Für den Rückweg gibt es einen Bustransfer zurück nach Spahnharrenstätte. Der Kostenbeitrag beträgt 18 € pro Person für Imbiss und Bus (Kinder frei). Anmeldungen werden bis zum 16. März entgegegn genommen bei: https://on.campflow.de/huemmlinger-pilgerweg-ev/anpilgern-2026 [jdm]

Atommüll: Einladung zur öffentlichen Sitzung des Planungsteam Forum Endlagersuche

Am 18. März 2026 findet in der Zeit von 18:30 Uhr bis 21:00 Uhr die nächste digitale öffentliche Sitzung des Planungsteam Forum Endlagersuche (PFE) statt. Schwerpunktthema der Sitzung ist: "Auf dem Weg zum Endlagerstandort mit der bestmöglichen Sicherheit ­– Erkundungsmethoden im Fokus."

Im ersten Teil der Sitzung wird Lukas Pollok von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) nach einer Einführung durch Dr. Elisa Akansu (PFE) verschiedene Erkundungsmethoden sowie deren Stärken und Grenzen vorstellen.

Im zweiten Teil wird anknüpfend an die Diskussion auf dem 4. Forum Endlagersuche im November 2025 und der öffentlichen Sitzung des PFE vom 25.02.2026 noch einmal die Frage der Notwendigkeit von Erkundungsbergwerken im Standortauswahlverfahren diskutiert. Dazu werden, nach einem Input von Andreas Fox (PFE), verschiedene Perspektiven auf das Thema u.a. durch Wolfgang Ehmke (Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e. V.) betrachtet.

Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht nötig. Sie finden die Einwahldaten sowie die Agenda zum Termin ab Mittwoch, den 18.03.2026 hier. Der digitale Sitzungsraum wird bereits um 18:20 Uhr geöffnet. Bis 18:30 Uhr besteht die Möglichkeit, an einer kurzen Einführung in das Standortauswahlverfahren und die Arbeit des Planungsteam Forum Endlagersuche teilzunehmen. Um 18:30 Uhr beginnt die reguläre Sitzung. [PM Base]

Fastenmarsch brachte viele in Bewegung

Anna Sievers, Noah Peters

Den ganzen Tag von 9 bis 18 Uhr harrten Anna Sievers und Noah Peters heute in der Mehrzweckhalle aus, um die Teilnehmer des Fastenmarsches 2026 zu empfangen und ihnen den Stationsstempel in das Fastenmarschheft zu drücken.

Büffet in Wippingen

Am Ende des Tages konnten sie auf einen erfolgreichen Tag zurückblicken. 118 Starterhefte hat die Wippinger Landjugend ausgegeben. So viel Hefte hatte die KLJB gar nicht bestellt und behalf sich damit, selbst weitere Starterhefte auszudrucken.

Büffet in Wippingen
Kuchenbüffet St. Marien

551 Besucher machten in Wippingen Station und genossen das reichhaltige Büffet, das die Wippinger Fastenmarsch-Station schon seit Jahren auszeichnet.

Aber auch die anderen Stationen ließen sich nicht lumpen. In Neudörpen gab es neben dem obligatorischen Kaffee, Tee und Kaltgetränk auch verschiedene kleine Leckereien und frische Grillwurst. Gegrillte Würstchen, Bockwurst und Salate waren auch bei anderen im Angebot. Bei der Station St. Marien in Papenburg gab es ein besonders reichhaltiges Kuchenbuffet.

Station Neudörpen
Börgermoor

Wegen des wunderbaren Radelwetters musste sich niemand an den Stationen aufwärmen, sondern konnte einfach das Essen und die Begegnungen mit anderen Fahrern genießen.

Wer wollte, konnte gleich bei der Rückkehr zur Heimatstation die erradelte oder geschätzte Spendensumme abgeben, wovon einige Erwachsene Gebrauch machten. Alle anderen, die die Spenden noch bei den Sponsoren einsammeln müssen, werden gebeten, diese Spenden am Sonntag, den 15.03.2026 von 16 bis 18 Uhr oder am Mittwoch, dem 18.03.2026 von 19 bis 20 Uhr im Treff abzugeben. [jdm]

Station Börger

Zwei Kriegsverbrechen der USA

Angesichts der Unterstützung von US-Völkerrechtsbrüchen und US-Kriegen aller Art durch die Bundesregierung und die sie tragenden Parteien CDU/CSU, SPD und darüber hinaus von Grünen und AFD ist es langsam nötig, alle Verbrechen der Nato-Armeen einzeln und laufend zu dokumentieren. Die Unterstützung für den völkerrechtswidrigen Krieg der USA gegen Vietnam ließ im Westen auch nach, nachdem immer mehr Verbrechen der USA bekannt wurden (Massaker von My Lai (1968), Einsatz von Agent Orange und Napalm, Folter und Misshandlung von Gefangenen, "Tiger Force"-Gräueltaten, "Free-Fire Zones", in denen alles Lebendige als feindlich betrachtet und ohne Vorwarnung beschossen wurde, usw.).

  • 87 Tote durch Beschuss eines unbewaffneten Schiffes bei Sri Lanka

Am 4. März hat ein Unterseeboot der US-Marine die iranische Fregatte IRIS Dena vor der Küste Sri Lankas torpediert und versenkt. Am gleichen Tag zeigte US-Kriegsminister Pete Hegseth auf einer Pressekonferenz ein Video des Angriffs.

Das Schiff war zu diesem Zeitpunkt unbewaffnet oder nur leicht bewaffnet, da es an der Internationalen Flottenparade teilnahm, an der auch die Vereinigten Staaten teilnahmen. Am 16. Februar 2026 fuhr das Schiff nach Indien, um an der Internationalen Flottenparade 2026 und der multinationalen Marineübung Milan in Visakhapatnam teilzunehmen. Vor der Übung unternahmen die Besatzungsmitglieder auch eine kulturelle Reise durch Indien, besuchten das Taj Mahal und Kailashgiri und nahmen an einer Parade in der Stadt teil. Das Schiff war somit unbewaffnet, befand sich in internationalen Gewässern und hatte mit den Kriegshandlungen in Westasien nichts zu tun.

Das Schiff sank innerhalb von 2-3 Minuten nach dem Angriff. Die srilankische Marine barg 87 Leichen iranischer Seeleute.

  • 198 Tote durch Beschuss einer Mädchenschule

Am ersten Tag des völkerrechtswidrigen Angriffs der USA auf den Iran wurde von den US-Raketen auch eine Mädchenschule beschossen. Es starben 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen und vier Elternteile. [jdm]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 09.03.2026: Andrup
Dienstag, 10.03.2026: Meppen
Mittwoch, 11.03.2026: Wesuwermoor
Donnerstag, 12.03.2026: Lengerich
Freitag, 13.03.2026: Lehrte
Samstag, 14.03.026: Herbrum
Sonntag, 15.03.2026: Vrees
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 09.03.2026 bis Freitag 13.03.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53), Renkenberge – Wahn (K168) und Wippingen – Werpeloh (K114) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

In Ba-Wü keine Opposition mehr vorhanden

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg gab es eine Wahlbeteiligung von 69,5 %.Somit hat sich etwa 1/3 der Wahlberechtigten nicht an der Wahl beteiligt.

Jede sechste Stimme (14,7 Prozent der abgegebenen Stimmen) wird bei der Zusammensetzung des Parlaments nicht berücksichtigt, weil die Linke und die FDP mit jeweils 4,4 Prozent, sowie die anderen Parteien mit insgesamt 5,9 Prozent an der undemokratischen 5%-Hürde scheiterten.

Von den 158 Sitzen im Parlament werden 148 von den rechten Parteien (Grüne, CDU, AFD) besetzt. Eine echte Opposition ist nicht mehr vorhanden. 10 Sitze hält die "linke" SPD, die ihren Absturz durch ihre Mitverantwortung beim Sozialabbau und bei der Kriegspolitik mitverursacht hat. Die Aussagen der SPD-Vorsitzenden zum Wahlergebnis zeigen, dass sie immer noch nichts kapiert haben. Ihr schlechtes Abschneiden habe an der Polarisierung zwischen den beiden Spitzenkandidaten von Grünen und CDU gelegen. Na dann! [jdm]

Haushaltsberatungen im Wippinger Gemeinderat am 18. März

Haushaltsplan 2026
Einladung Gemeinderatssitzung 03/2026

Am 18. März 2026 findet um 19 Uhr im Heimathaus Wippingen (Zur Mühle 1) eine öffentliche Sitzung des Rates der Gemeinde Wippingen statt. Auf der Tagesordnung steht der Haushaltsplan für das Jahr 2026.

Was sich hinter den einzelnen Positionen im Haushaltplan verbirgt wird zum großen Teil erst verständlich, wenn diese in der Gemeinderatssitzung erläutert werden. Auffällig sind zumindest Ausgaben von 640.000 € für Grundstücksankäufe, 220.000 € für den Ankauf von Gewerbe- bzw. Industrieflächen und 50.000 € für Ersatz- und Ausgleichsflächen. Beim Verkauf von Wohnbauflächen werden Einnahmen von 30.400 € erwartet.

Für die Erneuerung der Warmwasser-Aufbereitung im Sporthaus und für den Breitbandausbau werden jeweils 15.000 € geplant. Für eine Radwegserneuerung sind 70.000 € und für eine Brückensanierung 30.000 € eingeplant.

Der Gewerbesteuerhebesatz soll rückwirkend zum 1.01.2026 auf 370 % erhöht werden. Die Grundsteuern bleiben unverändert, weil die erst im  letzten Jahr in Folge der Grundsteuerreform festgelegt wurden.

Für die Kommunalwahl am 13. September 2026 werden Bettina Jansen als Wahlleiterin und Magdalena Nehe als ihre Vertreterin vorgeschlagen. [jdm]

Glasfaserausbau – Informationsveranstaltung für die ganze Samtgemeinde bei Steffens in Neulehe

Flyer Samtgemeinde Termin Glasfaserausbau

Alle Haushalte der Samtgemeinde Dörpen, die für einen Glasfaseranschluss in Frage kommen, sind herzlich zu einer Informationsveranstaltung am 12. März um 19 Uhr in der Gaststätte Steffens in Neulehe eingeladen. Hier das ausführliche Einladungsschreiben mit allen relevanten Informationen.

Darüber hinaus sind in dieser Liste alle Haushalte aufgeführt, die einen Glasfaseranschluss erhalten können. In Wippingen sind es 46 Haushalte in folgenden Straßen: Bei den Tannen, Elsebrook, Fleerstraße, Heyenhorst, Kiefernweg, Neudörpener Straße, Nordmannsweg, Püngel, Schützenstraße, Strootburg, Zum Höpen, Zum Schoolbrink.

Die Beantragung eines Anschlusses ist auch weiterhin online bei der Telekom möglich. [jdm]

Theatergruppe Renkenberge: Trubelei in der Bücherei

Flyer Theatergruppe Renkenberge

Willkommen in der chaotischsten Bibliothek des Landes! Hier treffen eine überkorrekte Leiterin, eine esoterische Yogafee, eine dauerkonspirative Verschwörungsfreundin, eine handysüchtige Azubine und ein überforderter Hausmeister aufeinander – und das täglich im Namen der Kultur. Als die Bürgermeisterin droht, wegen der schlechten Besucherzahlen die Bücherei zu schließen, soll ein neuer, hochintelligenter Leiter frischen Wind bringen. Doch statt Bildung zieht ein windiger Onkel ein, der lieber mit Bauplänen als mit Büchern hantiert – und heimlich einen Tunnel zur Sparkasse gräbt. Währenddessen versucht der echte Chef undercover als Praktikant, das Chaos zu bändigen.

Wie es weiter geht erfahren Sie, wenn die Theatergruppe Renkenberge die Komödie in 3 Akten von Thomas Haug im April Im Gemeindehaus in Renkenberge aufführt. Die drei Termine finden Sie im Flyer. [Annika Landskrone]

Landkreisweiter Warntag am Donnerstag, den 12.03.2026

Warntag 03/2026

Am Donnerstag, 12.03.2026 findet der landkreisweite Warntag statt! Ziel ist es, die Warnsysteme zu testen.

Um 12:00 Uhr löst die Leitstelle des Landkreis Emsland eine Probewarnung aus. Die Warnung erfolgt als Warn-Mix über Sirenen, Warn-Apps, Rundfunkdurchsagen und Warnungen übers Internet. Der Signalton für Entwarnung wird um 12:30 Uhr ausgelöst.

Weitere Infos: Unter www.emsland.de/warnung gibt es alles Wichtige zur Warnung – inkl. GIS-Viewer, um herauszufinden, welche Sirene in eurer Nähe warnt. [Marlies Berling]

Mehr zum Thema auf Hallo-Wippingen:
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Samtgemeinde Dörpen gibt 219.000 € für Sirenen aus
Sirenen für die Kriegshysterie
Vorkriegsberichterstattung: Der NDR ist allzeit bereit, nur NDRkultur ist noch nicht auf Linie

Kraniche legen Zwischenstopp im Emsland ein

Kraniche auf einem abgeernteten Maisfeld in Neudörpen

Schon seit Anfang Februar sind Kraniche auf dem Weg in ihre Brutgebiete. Die meisten der rund 400.000 Kraniche, die von Südwesten kommen, ziehen über Deutschland hinweg in ihre Sommerquartiere nach Skandinavien und ins Baltikum, erfährt man auf der Nachrichtenseite des WDR.

Zurzeit machen einige Kranichfamilien offenbar einen Zwischenstopp im nördlichen Emsland.

Kraniche bei Neudörpen
Kraniche beim Start

So konnte man gestern drei Kleingruppen der Tiere auf den Äckern in der Nähe der Wippinger Dever südlich von Neudörpen sehen, bzw. zunächst ihre lauten Trompetengeräusche hören. Allerdings sind die durchziehenden Kraniche relativ scheu und starten bei Annäherung von Menschen. In der Nacht lagen die Temperaturen laut DWD-Wetterstation Dörpen wieder bei minus 1,5 °C. Kälte sei für Kraniche aber kein größeres Problem, erfährt man im WDR-Bericht weiter. Anders als eine geschlossene Schneedecke, weil sich die Vögel im Winter unter anderem von Mais- und Getreideresten ernähren, die dann schwerer zu finden seien. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Slowenische Papierfabrik ist insolvent

Die slowenische Papierfabrik Vipap Videm Krško hat am 25. Februar einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Von der Insolvenz sind 160 Mitarbeiter betroffen. Die Zukunft des Unternehmens war seit Mitte Dezember ungewiss, als die Geschäftsführung aufgrund finanzieller Schwierigkeiten die Produktion einstellte. Die Papierfabrik in Krško wurde 1939 gegründet. Sie erzielte in 2024 einen Umsatz von 53,3 Mio. Euro, was einem Rückgang von 10,5% gegenüber 2023 entspricht. Der Nettoverlust erhöhte sich in diesem Zeitraum von 1,7 Mio. Euro auf 6,6 Mio. Euro. (Quelle: Holz-Zentralblatt)

Laut Wikipedia war Vipap Videm Krško der größte Papierproduzent in Slowenien und auch einer der größten Lieferanten von Zeitungs- und Zeitschriftenpapier in Mittel- und Südosteuropa. Jährlich wurden mehr als 200.000 Tonnen Papier produziert. (Zum Vergleich: UPM Nordland Papier produziert über 800.000 Tonnen pro Jahr.) Neben Zeitungspapier, Zeitschriftenpapier und Papier für Prospekte lag der Schwerpunkt des Unternehmens auch auf der Produktion von Verpackungspapieren. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Kündigung der Ameos Klinik gefährdet psychiatrische Notfallversorgung im Emsland

Wie Informationen aus den Krankenhäusern zu entnehmen ist, haben die Ameos Kliniken Osnabrück einen seit 30 Jahren bestehenden Vertrag mit dem Vinzenz-Hospital Haselünne zum 1. April 2026 gekündigt. In dem Vertrag geht es darum, dass die Ameos Kliniken psychiatrische Patienten aus dem Emsland, die notfallmäßig in einer geschlossenen Abteilung behandelt werden müssen, aufnimmt, wenn die Kapazitäten des Vinzenz Hospitals erschöpft sind.

Vor 30 Jahren waren die Ameos-Kliniken noch das Niedersächsische Landeskrankenhaus (LKH) bis unter Ministerpräsident Christian Wulff die Privatisierung eingeleitet wurde und von Gesundheitsministerin Ursula von der Leyen vollendet wurde. Der Ameos-Konzern ging als Sieger eines Bieterverfahrens gegen das Bistum Osnabrück als Konkurrent hervor. Später rügte der Landesrechnungshof das Verfahren, da die Kliniken unter Wert abgegeben wurden.

Die Ameos Kliniken OS stehen unter zweifachem Druck. Da gibt es die Rendite-Erwartungen des Konzerns, die schon länger zu Personalabbau und Arbeitsverdichtung führen. Und da gibt es die  Anforderungen aus dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) getauften Krankenhaus-Kahlschlagsprogramm. Der NDR berichtete im Oktober letzten Jahres, dass Pläne der Ameos Klinik vorsehen, mehrere Bereiche in Schwerpunktzentren zu bündeln. Aus Mitarbeiterkreisen habe es geheißen, dass zwei Stationen aufgrund von Personalmangel und neuer rechtlicher Vorgaben komplett geschlossen werden sollten. Bis zu 50 Betreuungsplätze könnten dadurch wegfallen. Ameos wies diese Vorwürfe zurück. Mit der Umstrukturierung wolle man einer neuen Richtlinie zur Personalausstattung zuvorkommen, die Anfang 2026 in Kraft trete.

Die Kündigung von Ameos gegenüber dem Vinzenz Hospital ist möglicherweise in diesem Zusammenhang zu sehen. Einige betreuungsintensive Bereiche werden dadurch verkleinert und die Rentabilität des Hauses gesteigert. Das entspricht der Profitlogik der so genannten Krankenhausreform, die Krankenhäuser in erster Linie unter dem Profitgesichtspunkt betrachtet. Dass mit diesem Schließungsprogramm vor allem die Notfallversorgung gefährdet wird, ist schon lange ein wichtiger Kritikpunkt derjenigen, die die Gemeinwohlorientierung der Krankenhauslandschaft fordern.

Mit einer Kündigung des Ameos Klinikums fallen im Emsland zwei Drittel der psychiatrischen Notfallplätze weg. Im vergangenen Jahr wurden fast 300 Notfälle in Osnabrück behandelt. Haselünne hatte nur Kapazitäten für knapp 200 Patienten.

Für das Emsland müsste das niedersächsische Gesundheitsministerium hier schnell eine Lösung finden, sollten die Informationen über die Kündigung sich bestätigen. Der SPD-Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi geriert sich gern als Macher. In seinem Vortrag in Sögel raunte er, er werde dafür sorgen, dass es bald einen Ersatz für die geschlossene Rheumatologie-Praxis in Lingen geben werde. Passiert ist dann nichts. Angesichts von 300 unversorgten psychiatrischen Notfällen im Jahr dürfte ihm die Passivität hier schwerer fallen, weil die Notfallpatienten und ihre Angehörigen auf keinen Fall in der Lage sind, privat und mit Mühe einen Ersatz zu organisieren.

Das Krankenhausschließungsprogramm der Bundesregierung und der Landesregierung wirkt somit auch im Emsland. Die Schließung der Geburtsstation in Sögel ist ebenso ein Ergebnis des Kahlschlagprogramms, das noch von der vorherigen Bundesregierung mit Gesundheitsminister Lauterbach bzw. dem letzten Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates beschlossen wurde.

Kleine Häuser ohne Spezialisierung sollen geschlossen oder in spezialisierte Einrichtungen (z.B. primärversorgende Zentren) umgewandelt werden. Um dies zu erreichen wurden die Leistungsgruppen als Instrument der finanziellen und strukturellen Steuerung eingeführt. Um bestimmte Leistungsgruppen anbieten zu dürfen, muss ein Krankenhaus Mindestvorgaben erfüllen: beim Personal, bei den Behandlungen und bei der technischen Ausstattung. Alle Krankenhäuser müssen sich jedes Jahr für die Leistungsgruppen bewerben.

Und somit stehen alle Abteilungen aller Krankenhäuser permanent unter dem Prüfungsdruck. Wer den aktuell formulierten Vorgaben nicht entspricht, wird aussortiert. Das was die Menschen vor Ort oder die Krankenhausträger wollen, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Und so wurde auch die Geburtshilfe Sögel einfach aussortiert. Als Trostpflaster gibt es Geld vom Krankenhaustransformationsfonds für die Umwandlung der Kapazitäten. Der Fonds soll den Wandel der Versorgungsstrukturen beschleunigen, wird aber absurderweise von den betroffenen Kliniken bzw. deren Trägern als Rettungsanker begriffen. Im Emsland arbeiten im Rahmen der Johannes Kliniken Emsland alle Kliniken (Lingen, Meppen, Papenburg, Sögel, Haselünne, plus Borromäus Hospital Leer) zusammen.

Das Krankenhaussterben im Emsland wird durch diese Zusammenarbeit verdeckt. Denn die Standorte bleiben bestehen (bis auf Thuine, das liquidiert wurde), aber alle verlieren Abteilungen. So findet auf Fachebene eine Zentralisierung statt, die nur deshalb nicht auffällt, weil sich nicht alle verbleibenden Stationen an einem zentralen Standort befinden. [jdm]

Merz im Schatten Trumps: Nähe, Opportunismus, Kriegshilfe

Bei seinem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz lobte Donald Trump Deutschland ausdrücklich dafür, dass die USA im Rahmen ihrer Militäroperation gegen den Iran Landerechte erhielten. Keine Bodentruppen, keine direkte Beteiligung – nur logistischer Komfort. Kurz gesagt: Deutschland wird zum reibungslosen Partner für einen Angriffskrieg.

Ganz anders Spaniens Haltung: Madrid verweigerte die Nutzung seiner Stützpunkte in Rota und Morón, worauf Trump massiv drohte, Handel einzustellen und die Stützpunkte notfalls eigenmächtig zu nutzen. Gleichzeitig kritisierte er Spaniens Verteidigungsausgaben und politische Führung.

Bemerkenswert bleibt Merz’ Verhalten. Während Trump einem EU-Partner offen drohte, verteidigte Merz Spanien nicht; im Gegenteil: er stützte die Forderung nach Einhaltung der NATO-Ausgaben, offenbar in der Hoffnung, Washington nicht zu verärgern. Erst außerhalb des Weißen Hauses erinnerte er an die europäischen Spielregeln: Spanien sei Mitglied der EU, Handelsfragen müssten gemeinsam verhandelt werden, Benachteiligungen einzelner Staaten seien unzulässig.

Diese Doppelstrategie wirft Fragen auf: Diplomatische Balance oder opportunistische Anpassung? Spanien jedenfalls zog Konsequenzen und kritisierte Merz öffentlich.

Die humanitären Folgen und das Leid der Menschen im Iran bleiben in der Debatte unsichtbar. Statt klarer Distanz zu einem Krieg, der zigtausende Leben bedroht, wiegt strategische Nähe zu Washington schwerer als europäische Solidarität oder politischer Anstand. [Joop Deters]

Suche nach Atommüll-Endlager: Kein zeitliches Ziel mehr?

Das Bundesumweltministerium hat einen Referentenentwurf für eine Novelle des Standortauswahlgesetzes erstellt. In dem Referentenentwurf des Bundesumweltministeriums steht kein Zieldatum mehr bis zu dem ein Standort für ein Endlager für Atommüll gefunden sein soll. Das berichtete heute der NDR. Der Referentenentwurf liege dem ARD-Hauptstadtstudio vor. [jdm]

Erinnerung: Generalversammlung am kommenden Samstag

Am kommenden Samstag findet die Generalversammlung des Schützenvereins statt.

In der Einladung auf dem Weihnachtsflyer hat sich leider ein kleiner Fehler eingeschlichen – die Uhrzeit fehlte.

Hier nochmal alle Infos komplett:

07.03.2026
Mehrzweckhalle Wippingen
Beginn: 20:00 Uhr

Im Anschluss wird natürlich wieder ein Imbiss gereicht. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme – ganz besonders über unsere jungen Schützen würden wir uns sehr freuen! [Hermann Lammers]

Deutsche Regierungspolitik auf Bildzeitungsniveau

Gülle mit Erbrochenem in Papierform

Von CDU, über SPD bis zu den Grünen und der AFD: Deutsche Politik wird auf Bild-Niveau, also dort wo Gülle und Erbrochenes sich treffen, betrieben.

Die bisherigen Kriege der USA und Großbritanniens gegen den Iran wurden nie geführt, weil Demokratie oder Freiheit verbreitet werden sollten (siehe Artikel von Ulrich Scholz "Iran und die unendliche Geschichte westlicher Arroganz"). Im aktuellen Krieg geht es den USA nicht mehr nur um Öl und allgemein Einfluss in Westasien (dem "Nahen Osten"), sondern darum ein einflussreiches Land, das zudem mit dem von den USA als Feind betrachteten China wirtschaftliche Verbindungen hat, zu zerstören. So wie schon die Ukraine in den Krieg gegen Russland gehetzt wurde, um die USA als einzige hegemoniale Macht zu erhalten, so soll auch der Iran zerstört werden, um China zu schwächen.

Chinas Einfluss in der Welt beruht nicht nur auf den wirtschaftlichen Erfolgen, sondern auch auf seiner Strategie, sich nicht in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen - auch und vor allem nicht militärisch. Das wirkt derzeit aber wie eine Schwäche. Denn Chinas Partner können immer nur mit dem Protest gegen die Völkerrechtsbrüche der USA rechnen, auch mit wirtschaftlicher Unterstützung, wenn das noch möglich ist, aber nicht mit militärischer Unterstützung. Die USA und ihre großen europäischen Unterstützer Deutschland, Frankreich und vor allem Großbritannien haben keine Scheu, Konflikte zu eskalieren. Sie vertrauen auf ihre militärische Übermacht und die Vernunft der anderen.

Derzeit versucht die Merz-Regierung unbedingt Zugriff auf Atomwaffen zu bekommen. Dass Deutschland sich allein eine atomare Bewaffnung zulegt, ist wegen der vertraglichen Bindungen und dem Widerstand der Opfer aus den letzten von Deutschland angefachten Weltkriegen (noch) nicht möglich. Deshalb präferiert die jetzige Bundesregierung eine europäische atomare Bewaffnung. Aber hier spielen Frankreich und Großbritannien nicht mit. Auch Polen vertraut da lieber US-Atomraketen, als den Deutschen diese Macht als europäische Führungsmacht in die Hand zu geben. Da muss man den Franzosen jetzt schon dankbar sein, dass sie nicht bereit sind, ihre Hand am atomaren Einsatzknopf mit irgend jemandem zu teilen. [jdm]

Lesung 90 Jahre Die Moorsoldaten

Plakat Lesung zu die Moorsoldaten

Zur Lesung mit Esther Slevogt und Thomas Lichtenstein am Donnerstag, den 19. März 2026 um 19.00 Uhr lädt das DIZ Emslandlager in die Historisch-Ökologische Bildungsstätte (HÖB) in Papenburg ein. Die Lesung findet aus Anlass des 90. Jahrestages der Erstveröffentlichung des Buches Die Moorsoldaten von Wolfgang Langhoff im Jahr 1935 statt. Slevogt stellt ihre Biographie Langhoffs vor. Ergänzt wird dies durch die Lesung eines Kapitels aus Die Moorsoldaten vom Schauspieler Thomas Lichtenstein (Oldenburg).

Aufgrund der begrenzten Platzzahl werden Ticketbestellungen per Mail an mail@diz-emslandlager.de empfohlen. [PM/jdm]

Iran und die unendliche Geschichte westlicher Arroganz

Bildung bedeutet Wissen, um zu verstehen, nicht so sehr die eigene Welt, sondern die der anderen.

  • Die Verurteilung des Irans
Westasien
Ulrich Scholz

Es war während der Regierungszeit des Schah von Persiens, Reza Pahlevi (1957-1979). Eines späten Abends fuhren vor einer Moschee einige Autos vor. Ausstiegen mit Maschinenpistolen bewaffnete Beamte der Savak. So hieß die berüchtigte Geheimpolizei des Schah, die als quasi Freundschaftsdienst vom US-CIA und dem israelischen Mossad für den wichtigen Verbündeten in West-Asien aufgebaut wurde. Die Männer drangen in die Moschee ein und erschossen alle 200 anwesenden Mullahs. Vor dem Hintergrund der besonders in Israel und dem Westen seit 1979 andauernden Verteufelung der Mullahherrschaft im Iran wird diese Information kaum moralische Entrüstung auslösen. Wer als unmenschlicher Unterdrücker der eigenen Bevölkerung gebranntmarkt wird, den Besitz von Atowaffen anstrebt und die Existenz des Staates Israels bedroht, der hat keinen Anspruch auf Mitgefühl bei den Rechtschaffenden dieser Welt. Die sind das Produkt einer jahrelang stattfindenden Gehirnwäsche in westlichen Öffentlichkeiten. Eigentlich müsste man es besser wissen.

  • Empathie für den Iran

Die Scharia als gesetzgebende Grundlage gilt nämlich nicht nur im Gottesstaat Iran, sondern auch in anderen islamischen Ländern, wie zum Beispiel in Saudi Arabien. Auch dort stoßen westliche Wertvorstellungen an ihre Grenzen. Meinungsfreiheit, die das System und dessen Wertepostulat in Frage stellt, wird nicht geduldet. Öffentliche Exekutionen wie Enthauptung und öffentliche Steinigung sind gängige Praxis. Die Kritik an der Scharia zu benutzen, um die Mullah-Regierung im Iran zu verteufeln und sie gleichzeitig in Saudi Arabien als “innere Angelegenheit” hinzunehmen, ist schlicht Heuchelei. Das Gleiche gilt für den Vorwurf, der Iran strebe den Besitz von Atomwaffen an. Gerade westliche Atommächte wie die USA begründen den Besitz von Atomwaffen mit Abschreckung vor militärischer Aggression. Die gleiche Logik muss doch auch für andere Staaten gelten, insbesondere dann, wenn die USA sich immer wieder herausnehmen, in andere Länder einzumarschieren oder zumindest damit drohen. Der einzige Weg, das Erstreben von Nuklearwaffen zu verhindern, ist die Erkenntnis, dass man sie für die eigene Sicherheit nicht braucht. Der jetzt von den USA und Israel vom Zaun gebrochene Krieg gegen den Iran wird das Gegenteil bewirken und damit das fortschreiben, was man jetzt dem Iran vorwirft. Eine latente Bedrohung der Existenz des Staates Israel. All das Vorgebrachte ist bekannt und findet doch keinen Eingang in eine Friedenspolitik des Westens.

  • Die Arroganz des Westens

Die Unfähigkeit zur Empathie und das unreflektierte Übernehmen von Fakten (Lat. factum=gemacht), die uns die Medien seit Jahren über den Konflikt in West-Asien vermitteln, sind schon längst Kennzeichen einer unerträglichen westlichen Arroganz geworden. Man bejubelt das Bombardieren des Iran durch israelische und amerikanische Kampfjets. Der Iran wehrt sich durch Luftangriffe u.a. auf Ziele in Israel. Der deutsche Bundeskanzler ermahnt die iranische Führung, das Existenzrecht Israels zu beachten. Gezielte Tötungen von Mullahs durch von weiblichen Piloten der israelischen Luftwaffe geflogene Luftangriffe werden in den Social Media mit hämischer Arroganz gefeiert. Clash of Civilisations auf Kloaken-Ebene. Um Ausgewogenheit bemühte Medien lassen Kriegsvölkerrechtler zu Wort kommen, die juristische Bewertungen abgeben. Ja, der Angriff auf den Iran ist völkerrechtswidrig. Wen interessiert es? – Es geht ja gegen das Böse. Was erwarten “die Guten” von diesem Krieg? – Wer auf eine Volkserhebung gegen die Mullah-Herrschaft hofft, die zu einer demokratischen Entwicklung im Iran führen wird, ignoriert die Geschichte des Regime-Change. Mit militärischen Mitteln hat der nur eine Chance, wenn das Land besetzt wird, um am Ende doch abzuziehen, weil die inneren Konflikte damit nicht nur nicht gelöst, sondern neu befeuert werden. Das haben die USA aus ihren Kriegen in der Neuzeit inzwischen gelernt (Vietnam, Afghanistan, Irak). Heute mischen sie sich “nur” noch durch Bombardierungen ein und wollen nicht begreifen, dass die gewaltsame Einmischung letztendlich Ursache für alle Konflikte und Kriege in Westasien ist. Der US-amerikanische Historiker und einstige New York Times Journalist Stephen Kinzer schreibt darüber in seinem Buch All the Shah´s men” (deutsche Ausgabe: Alle Männer des Schah). Die eingangs beschriebene Geheimdienst-Aktion ist daraus entnommen. Wenn Sie die dramatischten Einmischungen zur Kenntnis nehmen, kommen Sie vielleicht zu einer anderen Bewertung des gerade stattfindenden Krieges.

  • Reza Schah Pahlevi, ein hoffnungsvoller Beginn

Der Iran taucht zum ersten Mal im Ränkespiel der Großmachtinteressen auf, als nach dem ersten Weltkrieg ein fähiger Kosakenoffizer der Armee, Reza Schah Pahlevi, putschte und die bestehende Schah-Dynastie beendete. Eine zivile Regierung ernannte ihn zum Premierminister und ließ ihn wenig später durch das Parlament zum neuen Schah ausrufen. Damit begann 1926 die Schah-Dynastie der Pahlevi. Reza ist ein glühender Verehrer der USA. Er will sein Land nach dessen Vorbild umbauen. Für iranische Männer erließ er ein Bart-Verbot und ordnete an, dass sie Hüte tragen müssen, so wie sie amerikanische Männer tragen. Frauenrechte wurden eingeführt. Sämtliche Bildungseinrichtungen standen ihnen offen, und sie durfen sich nicht mehr verschleiern. Diese vielverheißende Entwicklung fand mit dem Beginn des 2. Weltkrieg ein jähes Ende.

  • Intervention durch Großbritannien und Sowjet Union

Wegen der guten Kontakte zu Deutschland erklärte der Schah den Iran für neutral. Das war gegen das Interesse der Briten. Wegen des Öls hatte der Iran für sie strategische Bedeutung. Als Reza sich weigerte, alliierte Waffentransporte durch den Iran zur Unterstützung der Sowjets im Kampf gegen Nazi-Deutschland durchzulassen, besetzte 1941 eine britische Armee den südlichen Teil des Landes. Zeitgleich marschierte eine sowjetische Armee von Norden ein. Nur ein schmaler Streifen, in dem Teheran lag, blieb frei. Reza Schah wurde ultimativ aufgefordert abzudanken. Er fügte sich. Die Briten internierten ihn zwangsweise auf die Insel Mauritius. Aus Angst vor der Beliebtheit des Schahs in der Bevölkerung ließ Winston Churchill im Land eine breit angelegte Diffamierungskampagne durchführen. Man beschuldigte Reza der Korruption und zwang ihn zur Abdankung. Sein Sohn Mohamed Reza wurde Nachfolger aber ohne politische Macht.

  • Nationaler Neuanfang

Bis zum Ende des 2. Weltkrieges regierten die Besatzer. Nach deren Abzug 1946 begannen demokratische Aktivitäten im Land. Einer der Leuchtgestalten war Mohammad Mosaddegh. Das iranische Parlament (die Majlis) wählte ihn 1951. Er trat der Ausbeutung des Landes durch die Briten entgegen. So kündigte er den Vertrag mit London über die Ausbeutung des iranischen Öls, der den Briten 85% der Gewinne zusicherte und den Iranern den Rest. Als es zu keiner neuen Vereinbarung kam, verstaatlichte Mossadegh die iranische Ölindustrie. Die Kolonialmacht reagierte standesgemäß. Man überredete US-Präsident Eisenhower zu einem Putsch. Das Fake Argument: Mossadegh würde mit Stalin gemeinsame Sache machen.

  • Intervention durch die USA

Unter dem Kommando des CIA putschten 1953 Offiziere der iranischen Armee und verhafteten den Premierminister. Parallel dazu wurden im ganzen Land politische und religiöse Gruppen gegen Mossadegh aufgehetzt. Der Schah wurde genötigt, dem Putsch zuzustimmen. Als das Unternehmen (Codeword Ajax) startete, floh dieser nach Italien, um dann wenig später vom CIA überredet zu werden, wieder zurückzukehren und den Pfauenthron erneut zu übernehmen. Unter seiner Regierung wurde der Iran zum Liebling der USA in Westasien. Seine oppressive Politik gegenüber oppositonellen Gruppen im Land (Beispiel: Mord der Mullahs durch die Savak) führten 1978 zu weitverbreiteten Protesten gegen die Schah-Regierung. In einem Generalstreik solidarisierten sich nationale Gruppen mit der Geistlichkeit. Die weitverbreitete Gewalt im Land und die Weigerung des Militärs dagegen vorzugehen, führte 1979 zur Flucht des Schahs ins Ausland. Mit Zustimmung der USA, Großbritanniens und Frankreichs wurde der im französischen Exil lebende iranische Religionsführer Ajatollah Chomeni nach Teheran eingeflogen, um im Iran die Regierung zu übernehmen. Die unendliche Geschichte nahm wieder ihren Anfang. [Ulrich Scholz, erstveröffentlicht auf Ulrichs Newsletter]

Heimatvereine bei Ausstellung auf Clemenswerth

EL-Kurier vom 28.02.2026 über Heimatverein Wippingen auf Schloss Clemenswerth

Der EL-Kurier berichtete gestern über die Beteiligung der Heimatvereine Klein Berßen und Wippingen an der aktuellen Ausstellung im Emslandmuseum Schloss Clemenswerth. Heinz Holtermann fertigte vor den Besuchern gekrüllte Tunscheren während Agnes Schulte und Franz Sievers Tunscheren mit Rosenpapier, wie sie heute gebräuchlich sind, herstellten. [EL-Kurier vom 28.02.2026/jdm}

Der Sportverein lädt zur Generalversammlung ein

Flyer SV Wippingen: Einladung zur Generalversammlung
Screenshot

Der Sportverein lädt zur Generalversammlung am Freitag, den 06.03.2026 um 19:30 Uhr im Sporthaus ein. Neben den Berichten der Fachwarte und Betreuer stehen auch Neuwahlen an. [Marlies Berling]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 02.03.2026: Schöninghsdorf
Dienstag, 03.03.2026: Wesuwe
Mittwoch, 04.03.2026: Haselünne
Donnerstag, 05.03.2026: Meppen
Freitag, 06.03.2026: Börger
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 02.03.2026 bis Freitag 06.03.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53), Renkenberge – Wahn (K168) und Wippingen – Werpeloh (K114) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]