Am nächsten Samstag, dem 9. Mai eröffnet das Freibad Surwold. Drei Millionen Euro statt 8 Millionen hat die Sanierung gekostet, weil ein Förderverein die Sanierung mit vielen ehreneamtlichen Helfern gestemmt hat.
Das soll am Samstag bei ausgelassener Stimmung, Live-Musik, Trinken, Essen und geselligem Beisammensein gefeiert werden.
Mit einem abwechslungsreichen und aktiven Programm gibt es für die ganze Familie die Gelegenheit das neue alte Freibad kennen zu lernen. So sieht das Programm aus:
Ab 14:00 Uhr: Beach-Volleyball • Soccer-Court • Fußball-Dart • Kistenstapeln • Boule • Hüpfburg • Spiele-Matsch-Mobil • Kinderschminken Kaffee und Kuchen 15:30 Uhr & 17:00 Uhr: Aqua-Gymnastik 16:00 Uhr: Wasserball ab 19:00 Uhr: Große Eröffnungsparty [jdm]
Auch in diesem Jahr lädt die Deutsch-Niederländische Initiative 8. Mai zu einer internationalen Gedenkkundgebung auf der "Begräbnisstätte Esterwegen" ein. Die Veranstaltung findet am 9. Mai um 15 Uhr statt.
Der 8. Mai 1945 ist als Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus in die Geschichte eingegangen. An diesen Tag zu erinnern ist uns wichtig, weil die Befreiung die Voraussetzung für die Entwicklung von Demokratie und ein friedliches Zusammenleben der Menschen ist.
Die Niederlande gedenken alljährlich am 4. Mai, dem Vortag des Jahrestages der Befreiung ihres Landes von deutscher Besatzung, ihrer Opfer. Die endgültige Kapitulation des NS-Regimes am 8. Mai 1945 mag von wenigen Deutschen als Tag des Zusammenbruchs und der Niederlage empfunden worden sein.
Doch für alle bedeutet der 8. Mai: Befreiung und Neubeginn, besonders für diejenigen, die im Widerstand oder in der Emigration waren, in Konzentrationslagern litten, die als Soldaten an der Front kämpfen mussten oder die tagtäglich unter dem Faschismus zu leiden hatten.
Die deutsch-niederländische Initiative 8. Mai betrachtet es als ihre Aufgabe, mit der alljährlichen Veranstaltung auf der Begräbnisstätte Esterwegen der Opfer des Faschismus zu gedenken und gleichzeitig gegenwärtige undemokratische und neofaschistische Entwicklungen, Diktaturen und Kriege anzuklagen. [PM]
Die Mitinitiatoren des Berliner Appells „Wir sagen Nein zur Aufstellung neuer Mittelstreckenraketen in Deutschland!“ Reiner Braun, Vorstand des Internationalen Friedensbüros, und Michael Müller, Bundesvorsitzender der Naturfreunde Deutschlands und Willi van Ooyen (Friedens- und Zukunftswerkstatt) begrüßen die Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump, die Truppenstärke der US-Army in Deutschland zu reduzieren und die geplante Stationierung von Mittelstreckenraketen in Grafenwöhr zurückzunehmen.
Dass die Stationierung der SM 6-Raketen, Tomahawk-Marschflugköper und der Hyperschallraketen Dark Eagle gestoppt wird sei auch ein Erfolg der vielfältigen Protestaktionen besonders der über 90.000 Unterschriften unter den Berliner Appell.
Damit sei die Militarisierung und Hochrüstung der internationalen Politik nicht beendet. Angetrieben von Trump, sei die Welt im Rüstungsrausch. Heute zeige sich, wie kurzsichtig es sei, dass die Bundesregierung – anders als die spanische Regierung - keinen Widerstand gegen die NATO-Beschlüsse geleistet habe. Europa brauche eine gesamteuropäische Sicherheitspolitik und keinen neuen Kalten Krieg.
Die Welt habe große Probleme, die ein gemeinsames Handeln erfordern, so zum Beispiel der Kampf gegen die Klimakatastrophe. Stattdessen steigere wie nie zuvor Europa die Rüstungsausgaben, um sich der US-Regierung anzubiedern. Dazu gehöre auch die irrwitzige Steigerung der Militärausgaben auf mindestens 250 Mrd. US Dollar in 2032. Es bestehe die Gefahr einer weiteren atomaren Aufrüstung, des Ausbaus des europäischen Atomwaffenschirms und die Gefahr einer „deutschen Bombe“.
Mit den Ankündigungen von Trump sei die Frage der Mittelstreckenraketen nicht vom Tisch. Die Stationierung der Mittelstreckenraketen in Grafenwöhr unter dem Kommando der „US-Army Europe and Africa“ ist Teil der Neuordnung der amerikanischen Streitkräfte. Dazu wurde das Konzept der Multi-Domain Operations gegen die angeblich „von Russland und China ausgehende Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA“ entwickelt, wie in der Nationalen Sicherheitsstrategie 2025 zu lesen ist.
Eine von fünf Multi Domain Task Forces soll in der Clay-Kaserne Wiesbaden angesiedelt sein und bereits in diesem Jahr voll einsatzfähig werden. Hierzu zählt das „Strategische Feuerbataillon“ mit den geplanten Mittelstreckenraketen.
Dieses Konzept wird seit längerer Zeit vorbereitet und verändert die Kriegsführung dramatisch. Aber darüber redet der Bundesverteidigungsminister nicht, er passt sich der von den USA vorgegebenen NATO-Strategie an. Auch wenn die USA ihre Ausrichtung stärker auf den pazifischen Raum ausrichten werden, wird sie ihre Einrichtungen in Europa nicht aufgeben, denn Deutschland ist auch der strategische Kern für die Operationsfähigkeit der US-Army für den Mittleren und Nahen Osten. [jdm/PM]
Der vergangene April brillierte wie der März mit viel Sonnenschein. Lange Hochdruckphasen in Verbindung mit trockener Festlandsluft sorgten nicht nur für außergewöhnlich viele Sonnenstunden, sondern in vielen Regionen auch für wenig Niederschlag, so auch in Dörpen. Die Temperaturen waren vor allem tagsüber frühlingshaft mild, wohingegen sie nachts deutlich abfielen. So ergaben sich bei den Tagesmitteltemperaturen keine Extremwerte nach oben.
Temperaturen und Niederschläge im April nach Daten der DWD-Wetterstation Dörpen.
In Niedersachsen lag das Monatsmittel im April bei 9,0 °C – für die Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Dörpen wurden 9,6 °C errechnet. (Diese Werte lagen über 1 °C unter den Vergleichswerten für 2024 und 2025.) Dabei wurde im April 2026 der Wert von 20 °C an keinem Tag erreicht.
Der klimatologische Referenzwert (7,5 °C) wurde in Niedersachsen um 1,5 Grad übertroffen. Frühlingshaft mild war es dabei besonders zur Monatsmitte, als die 20-Grad-Marke wiederholt in den Fokus rückte. Verbreiteter Nachtfrost spielte besonders zu Monatsbeginn noch eine größere Rolle, während später nur noch ganz vereinzelt der Gefrierpunkt unterschritten wurde.
Beim Pflügen trockener Böden kam es im April zur Staubentwicklung.
In puncto Niederschlag zeigte sich der zweite Frühlingsmonat nicht besonders spendabel. Bis Monatsende fielen mit rund 25 l/m²; in Dörpen waren es nur 21,5 l/m². Der Klimareferenzwert (52 l/m²) wurde also sowohl in ganz Niedersachsen, also auch lokal in Dörpen weit unterschritten. In der dritten Dekade blieb es dabei nahezu komplett trocken.
Die Sonne schien in Niedersachsen mit 240 Stunden ungewöhnlich lange, in Dörpen mit 245,6 Stunden sogar noch länger also im Landesmittel. Extreme Vergleichswerte gab es in den letzten zehn Jahren mit nur 131,9 Stunden im April 2024 und 291,8 Stunden im Jahr 2020. [HM mit Informationen vom DWD/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Mit dem Tag der Vereine gaben Wippinger Vereine Einblicke in ihre Aktivitäten und warben um neue Mitglieder. Das funktionierte auch ganz gut, obwohl der Wetterumschwung einen Teil der Besucher verscheuchte.
Der Kirchenchor trug einige Pop-Songs,aber auch kirchliche Lieder und Gospels vor, um einen Eindruck vom Repertoire zu geben. Interessenten wurden eingeladen, einfach an einem Montag von 19:30 – 21:00 Uhr mal bei einer Probe im Gemeindezentrum vorbei zu schauen.
Die Landjugend präsentierte sich mit einer Diaschau und die Aktiven des SV Wippingen waren einfach nicht zu übersehen, waren sie doch für Kaffee und Kuchen und die Bratwürstchen vom Grill verantwortlich.
Bei der Veranstaltung handelte es sich um einen ersten Versuch, in diesem Rahmen sowohl Neubürger, als auch Alteingesessene auf die Aktivitäten im Dorf aufmerksam zu machen. [jdm]
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: Montag, 04.05.2026: Lingen Dienstag, 05.05.2026: Hilkenbrook Mittwoch, 06.05.2026: Bückelte Donnerstag, 07.05.2026: Meppen Freitag, 08.05.2026: Wesuwe Samstag, 09.05.2026: Emsbüren Sonntag, 10.05.2026: Esterwegen Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 04.05.2026 bis Freitag 08.05.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53) und Renkenberge – Wahn (K168) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]
Weil um zehn Uhr noch zu wenig Menschen anwesend waren, verzichteten die Organisatoren der Maikundgebung des DGB auf die Demonstration am Hauptkanal. Um 11 Uhr zum Beginn der Kundgebung hatten sich aber ca. 250 Menschen auf dem Mühlenplatz in Papenburg eingefunden.
Vanessa Gattung
In ihrem Grußwort sprach sich Papenburgs Bürgermeisterin Vanessa Gattung gegen den geplanten Sozialabbau auf verschiedenen Feldern und gegen den Angriff auf den 8-Stunden-Tag aus.
Der Hauptredner des Tages, Dominique Lembke von der IG Metall Bezirk Küste, stellte fest, dass sich die Industrie in einem Umbruch befinde. Von der Industrie gingen kaum Innovationen aus und von der Politik gebe es keine aktive Industriepolitik. In der Industrie gebe es vor allem kurzfristiges Renditedenken. Arbeitgeber müssten endlich Verantwortung übernehmen: In die Zukunft investieren, Arbeitsplätze sichern und sich zum Standort bekennen. Die Arbeit schaffe den Wohlstand – „also müssen unsere Jobs an erster Stelle stehen.“
Um dem derzeitigen Angriff auf den Sozialstaat etwas entgegen zu setzen, brauche es vor allem aktive Gewerkschafter. Der 8-Stunden-Tag, die Regelungen bei Krankheit oder die Urlaubsregelungen seien alle hart erkämpft. „Wenn das Arbeitszeitgesetz fällt, bestimmt der Chef über unsere Zeit. Das lassen wir nicht zu.“ Die Arbeiter hätten das Recht auf Teilhabe an dem Erwirtschafteten. Er forderte, bei öffentlichen Aufträgen müsse gelten „erst Tarifbindung, dann Staatsknete!“
CDU und AFD seien immer dabei, zu spalten und einzelne Gruppen herauszupicken, aber wenn es um die Rente gehe, höre man nur Schweigen. Die großen Rüstungsausgaben sprach Lembke zwar an, aber nicht um diese zu krtitisieren, sondern um sie als eine unveränderliche Rahmenbedingung zu nennen.
Andreas Kuper
DGB-Kreisverbandsvorsitzender Andreas Kuper lud in einem weiteren Programmpunkt Lena Gumnior, Bundestagsabgeordnete der Grünen, Thomas Gelder, 1. Bevollmächtigter der IG Metall in Leer-Papenburg, Jan Deters, Die Linke, und Anja Troff-Schaffarzyk, SPD-Bundestagsabgeordnete für den hiesigen Wahlkreis, zu einer Talkrunde auf der Bühne ein, um vier Fragen zu beantworten.
v.l.: Lena Gumnior, Jan Deters, Thomas Gelder, Anja Troff-Schaffarzyk, Andreas Kuper
Die Aussage von Merz, die Arbeitskräfte in Deutschland seien zu teuer und ineffizient, wurde von allen auf der Bühne als falsch abgelehnt. Während Troff-Schaffarzyk und Gumnior Innovationen von der Industrie forderten und die Arbeitgeber in der Pflicht sahen, wiesen Gelder und Deters vor allem daraufhin, dass es angesichts der schwachen Exportwirtschaft darauf ankomme, die Binnenkonjunktur durch höhere Löhne zu stärken. Deters kritisierte zudem die Sanktionspolitik Deutschlands und der EU, die zum Ende des Exports beigetragen hätten. Es bräuchte eine Umlenkung der für Rüstung ausgegebenen Gelder in Bildung und Infrastruktur. Geld für Waffen und Militär generiere keine weitere Wertschöpfung.
Kuper stellte in seiner zweiten Frage das Motto des Tages „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ zur Diskussion. Troff-Schaffarzyk wünschte sich eine Abschöpfung der Extraprofite durch eine Übergewinnsteuer. Gelder und Deters forderten angesichts der riesigen Zahlungen der Konzerne für Managergehälter und Dividenden die Wiederinkraftsetzung der Vermögenssteuer und eine Erbschaftssteuer auf Millionenvermögen. Deters wies auf den hohen Investionsbedarf der Gesellschaft für z. B. Investitionen in die Bahn und den öffentlichen Wohnungsbau hin. Dort sei das Geld besser angelegt, als auf den Konten der Aktionäre.
Zum Thema 8-Stunden-Tag sagte Troff-Schaffarzyk, dass die SPD mit der Flexibilisierung der Arbeitszeitregelung in den Koalitionsverhandlungen leider eine Kröte hätte schlucken müssen. Gelder forderte, dass es keine Aufweichung der 8-Stunden-Regelung geben dürfe. Das Arbeitszeitgesetz enthalte jetzt schon jede Menge Flexibilität. Gumnior vermisste Gitta Connemann auf der Maikundgebung, damit diese sich zu ihrer Lifestyle-Aussage hätte erklären können. Deters forderte angesichts der zunehmenden Arbeitslosigkeit die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich wieder auf die Tagesordnung zu nehmen.
Die zahlreichen Angriffe auf den Sozialstaat wurden von Gelder zurückgewiesen. Der Sozialstaat beruhe auf den vielen Kämpfen der Gewerkschaften. Deters kritisierte, dass weder der Maiaufruf des DGB noch das gemeinsame Papier der Sozialverbände im Sozialstaatsbündnis ein Wort darüber verloren hätten, wofür das Geld, das im Sozialbereich eingespart werde, ausgegeben werde. Mit dem jetzigen Bundeshaushalt gebe man schon ein Fünftel für Waffen und Rüstung aus. Das 5%-Ziel der Nato bedeute, dass mittelfristig die Hälfte des Bundeshaushaltes für todbringende Waffen ausgegeben werde. Solange sich die Arbeiterbewegung nicht gegen diese Rüstung und diesen Kriegskurs wende, werde sie den Sozialkürzungen wehrlos gegenüber stehen. Es brauche jetzt beim Ukrainekrieg Diplomatie und Verhandlungen. [jdm/Foto (1) HM]
Transparenzhinweis: Der im Artikel genannte Jan Deters ist der Autor des obigen Artikels
Bis ins Jahr 2022 wurde Deutschland über die zwei Nord Stream Gasleitungen von Russland mit günstigem Gas versorgt. Das gefiel vielen Politikern in den USA, in Polen und auch in der Ukraine nicht. Einerseits sah man Deutschland wirtschaftlich durch die Gasversorgung im Vorteil, andererseits waren den Strategen die Einnahmen Russlands aus dem Gasgeschäft mit Deutschland und Europa ein Dorn im Auge. Insbesondere war der damalige US-Präsident Biden ein Gegner der Gasversorgung Deutschlands aus Russland. Im Februar 2022 sagte er, wenn Russland in die Ukraine einmarschiere, werde es Nord Stream 2 nicht mehr geben. „Wir werden dem ein Ende setzen.“
Somit darf angenommen werden, dass die USA die Vorbereitungen für einen Anschlag mit Geheimdienstinformationen unterstützten. Im September 2022 wurden beide Gasleitungen in der Nähe von Bornholm zerstört. Drei Jahre später, im August 2025 wurde im Auftrag der deutschen Bundesanwaltschaft ein tatverdächtiger Ukrainer in der Nähe von Rimini verhaftet. Laut Wikipedia äußerte ein ehemaliger ukrainischer Militärkommandeur im Dezember 2025, dass der inhaftierte Serhij K. Elitesoldat war und Aufträge seiner Einheit ausgeführt hat. Im September 2025 wurde ein weiterer verdächtigter Ukrainer in Polen festgenommen, aber nicht an Deutschland ausgeliefert, sondern freigelassen.
Bis 2022 wurde mit einem Gaskraftwerk in Lubmin Strom mit Gas produziert, das von Russland in Lubmin durch die Nord-Stream-Pipelines angelandet wurde. Mit dem Ende der Gaslieferungen wurde das Kraftwerk stillgelegt.
Nun soll es als humanitäre Hilfe einem ukrainischen Kraftwerksbetreiber zur Verfügung gestellt werden. Allerdings muss der Empfänger das Kraftwerk selbst abbauen und abtransportieren lassen. So wird die Ukraine für die Sprengung der Nord Stream noch einmal auf Kosten deutscher Steuerzahler und Energieverbraucher belohnt.
Die deutsche Gasversorgung wurde nach 2022 immer weiter auf teures Flüssiggas (LNG) umgestellt, das vornehmlich aus den USA geliefert wird. Laut einer Analyse der Deutschen Umwelthilfe (DUH) stammen rund 96 Prozent der deutschen LNG-Importe aus den USA – mit Kosten von 3,2 Milliarden US-Dollar. Die deutschen LNG-Importe aus den USA stiegen im ersten Amtsjahr Trumps um mehr als 60 Prozent auf einen neuen Höchstwert von rund 101 Terawattstunden. Mehr Absurdistan geht wohl kaum.[HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Die geplante Gründung eines Joint Ventures (JV) zwischen der UPM-Kymmene Corporation (UPM) und der Sappi Limited (Sappi) wird durch die europäische Kartellbehörde eingehender untersucht. Man befürchtet, dass die Transaktion den Wettbewerb auf bestimmten Märkten grafischer Papiere und Spezialpapiere im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) beeinträchtigen und zu höheren Preisen, geringerer Auswahl oder niedrigerer Qualität führen könnte. Das Joint Venture würde einen erheblichen Teil der Produktionskapazität im EWR kontrollieren. Bisher seien die beiden Unternehmen die Hauptkonkurrenten auf den Märkten dieser Papiere im EWR. Dieser Wettbewerb könnte durch das Joint Venture aufgehoben werden.
UPM erklärte dagegen in einem Statement, das JV stärke die Widerstandsfähigkeit der europäischen Versorgung mit grafischen Papieren in rückläufigen Märkten. In einer „Investor news“ bezieht UPM am 28. April Stellung zur aktuellen Situation. Die Entscheidung der Kartellbehörde dürfte sich auch auf UPM Nordland Papier in Dörpen auswirken.
Parallel zu diesem Vorgang geht die Umstrukturierung im Konzern weiter. Der UPM-Verwaltungsrat stimmte dem Plan zu, das Sperrholzgeschäft des Konzerns mit Sitz in Helsinki als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen aus dem Konzern auszugliedern. Am 31. Oktober soll die Ausgliederung abgeschlossen sein, berichtet das Holz-Zentralblatt am 29. April 2026. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Die Arbeitsagentur meldet, dass die Arbeitslosigkeit im April 2026 um 13.000 auf 3.008.000 gesunken sei. Saisonbereinigt sei sie gegenüber dem Vormonat jedoch um 20.000 gestiegen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,4 Prozent. Verglichen mit dem April des letzten Jahres liegt die Arbeitslosenzahl um 77.000 höher; die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte.
Die Unterbeschäftigung umfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im April gegenüber dem Vormonat um 12.000 gestiegen. Mit 3.665.000 war sie um 18.000 höher als vor einem Jahr.
im April wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 156.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 11.000 mehr als im Vormonat, aber 114.000 weniger als vor einem Jahr.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im März 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 25.000 gesunken. Mit 45,66 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 182.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von Januar auf Februar 2026 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt um 16.000 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 34,75 Millionen Beschäftigten um 96.000 niedriger. 7,47 Millionen Personen hatten im Februar 2026 eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, 51.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,01 Millionen ausschließlich und 3,45 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt beschäftigt.
Im April waren 641.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 5.000 weniger als vor einem Jahr. 1.070.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im April 2026 Arbeitslosengeld, 93.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im April auf 3.826.000. Gegenüber April 2025 war dies ein Rückgang um 125.000 Personen. 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.
Seit Oktober 2025 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 357.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, 1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 211.000 hatten bis zum April 2026 weder eine Ausbildungsstelle noch eine Alternative gefunden. Die Statistik weist gleichzeitig 380.000 gemeldete Ausbildungsstellen aus. Aufgrund von prozessualen Umstellungen wird die Zahl der Ausbildungsstellen in der Statistik derzeit unvollständig abgebildet. Sie liegt nach Schätzungen für den März 2026 mit -7 Prozent jedoch immer noch deutlich unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. [jdm/PM]
Das Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager in Papenburg entwickelt ein neues hybrides Vermittlungsangebot, das Orte nationalsozialistischer Verbrechen und Verfolgung im Alltag sichtbar macht. Eine interaktive, mehrsprachige Lern-App verbindet dabei historische Schauplätze mit multimedialen Inhalten.
In den kommenden Monaten werden fünf Standorte in Papenburg erschlossen: Die ehemalige Synagoge, die Antoniuskirche, der Bahnhof, das Firmengelände ehem. Höveler und Dieckhaus sowie die ehemalige Kommandantur, in der sich heute die Polizei befindet. Sie stehen exemplarisch für unterschiedliche Aspekte nationalsozialistischer Verfolgung. Stelen im öffentlichen Raum werden diese historischen Schauplätze markieren und einen direkten Zugang zur Thematik ermöglichen. Die Entwicklung der Lern-App beginnt parallel dazu; ein erster Prototyp soll im Laufe des Jahres mit Schulklassen und jungen Erwachsenen erprobt werden. Perspektivisch ist eine Erweiterung um weitere Orte geplant.
Über die digitale Anwendung können Nutzer*innen die Orte eigenständig erkunden und ihr Wissen durch Archivmaterialien, Karten, digitale Rekonstruktionen und Schüler*innenprojekte vertiefen. So entsteht eine Verbindung zwischen physischem Raum und digitaler Information, die historische Ereignisse nachvollziehbar und erfahrbar macht.
Das Vorhaben wurde Mitte April vom Kulturausschuss der Stadt einstimmig befürwortet. Diese breite Unterstützung unterstreicht die lokale Bedeutung des Vorhabens und stärkt seine langfristige Verankerung im Stadtraum.
„Viele dieser Orte liegen heute unscheinbar im Alltag – und doch sind sie Schauplätze von Verfolgung und Gewalt gewesen. Dass wir sie nun sichtbar machen können und dabei auch die Unterstützung der Stadt erfahren, ist für uns ein wichtiges Signal. Es zeigt, dass die Auseinandersetzung mit der Geschichte auch heute als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe verstanden wird“, sagt Tessa Hesener, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager.
Das Projekt verbindet digitale Bildung mit historischer Verantwortung. Es greift die zunehmende Bedeutung digitaler Lernformate auf und eröffnet neue Zugänge zur Auseinandersetzung mit der NS-Zeit – insbesondere für jüngere Generationen. Indem historische Orte im Alltag sichtbar werden, leistet das Vorhaben einen Beitrag dazu, Erinnerungskultur zeitgemäß weiterzuentwickeln und dauerhaft im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.
Das Projekt wird im Rahmen des Programms „SWITCH – Digitale Museumsangebote“ der Stiftung Niedersachsen mit 60.000 € gefördert. Ziel des Programms ist es, innovative digitale Vermittlungsformate in Museen und Gedenkstätten zu stärken." [PM]
Der Gesetzesentwurf für die „Reform“ der Gesetzlichen Krankenkasse enthält fast alle 66 Empfehlungen, die die Professoren kürzlich vorgeschlagen haben. Die Regierung nutzt die Krankenkassenreform, um seinen Haushalt zu entlasten und nimmt der Gesetzlichen Krankenkasse noch einmal zwei Milliarden Steuerzuschuss pro Jahr weg.
Für die Versicherten wird es wieder teurer und die Pharmakonzerne werden geschont. Der Gesetzentwurf enthält Festzuschüsse für Hilfsmittel, Einschränkungen bei der Kieferorthopädie, die Teilkrankschreibung, und bei Verdacht auf Erwerbsunfähigkeit soll ein Zwang bestehen, einen Rentenantrag zu stellen. Am Zahnstatus wird man demnächst noch deutlicher die Einkommenslage der Menschen erkennen: die Festzuschüsse bei Zahnersatz wurden gesenkt, die Mindestzuzahlungen bei Arzneimitteln wird von 5 € auf 7,5 € bzw. die Höchstsumme bei Zuzahlungen von 10 auf 15 € erhöht. Und die Abschaffung der Familienversicherung für Ehepartner außer in besonderen Fällen wird bei vielen Versicherten ein ordentliches Loch in der Haushaltskasse bringen, denn für die Mitversicherung des Ehepartners muss ordentlich eingezahlt werden.
Der Staat zahlt für Bürgergeldempfänger in Zukunft zwar etwas mehr, aber weiterhin nicht den vollen Beitragssatz. Eine gesamtstaatliche Aufgabe bleibt damit weiter den Beitragszahlern aufgebürdet. Zugleich soll aber der allgemeine Bundeszuschuss zusammengestrichen werden. Am Ende würde der Bund damit weniger in die GKV einzahlen als bisher, stellt das Deutsche Ärzteblatt fest.
Über Erleichterungen kann sich die Pharmaindustrie freuen. Der Herstellerabschlag für ein Jahr bleibt bei sieben Prozent, soll aber dynamisiert werden, wobei zahlreiche Ausnahmen gelten sollen, um „Versorgungssicherheit und Wirtschaftsstandort nicht weiter zu schwächen“. Arzneimittel werden vom dynamischen Abschlag ausgenommen, die auf der Liste der versorgungskritischen Wirkstoffe des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) stehen. Ebenfalls ausgenommen werden sollen Kinderarzneimittel, Reserveantibiotika sowie solche Arzneimittel, die vom Preismoratorium ausgenommen sind, wie bestimmte Impfstoffe und alle Arzneimittel, die einer Festbetragsgruppe zugeordnet sind. [jdm]
Im Rahmen des Projekts EmslandCare wird im Rathaus Dörpen zukünftig jeden 2. und 4. Freitag im Monat von 8 bis 12 Uhr eine Beratungssprechstunde in Zimmer 116 stattfinden. Es handelt sich um eine kompetente Unterstützung bei Fragen zu Pflege, Demenz und psychosozialen Belastungen, das sich an hilfs- und pflegebedürftige Menschen aller Altersstufen sowie deren Angehörige und Betreuende, Organisationen und Institutionen sowie Haupt- und Ehrenamtliche aus dem Gesundheits- und Pflegebereich richtet.
Es handelt sich hier um eine allgemeine kostenlose Sozialberatung. Sie müssen keine Voraussetzungen erfüllen, um diese in Anspruch nehmen zu können.
Hintergrund dieses Angebotes ist der Gedanke, dass viele Menschen mit somatischen Beschwerden zum Arzt gehen, obwohl es eigentlich darum geht, dass sie durch ein soziales, pflegerisches oder gesundheitlich präventiv zu behandelndes Problem unter Stress stehen. Die genial e. G. , eine ärztliche Genossenschaft, hat deshalb mit dem Landkreis und den 19 Kommunen im Emsland ein allgemeines Angebot zur Sozialberatung installiert, um die Arztpraxen zu entlasten (alle Beratungstermine auf einen Blick).
Die Sprechstunden in den neuen Anlaufstellen werden jeweils zur Hälfte durch Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes und Demenz-Servicezentrums Emsland sowie der genial eG übernommen. Wenn die Berater selbst die Hilfe nicht bieten können, vermitteln sie die Beratungssuchenden gegebenenfalls an die entsprechende Facheinrichtung.
Alle weiteren Informationen rund um EmslandCare sowie Kontakt zu den Ansprechpersonen sind dem Flyer sowie der Homepage des Landkreises Emsland zu entnehmen. [jdm]
Dem Paritätischen Gesamtverband liegt ein internes Arbeitspapier vor, das belegt: Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände diskutieren im Verborgenen drastische Kürzungen bei Leistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen. Das 108-seitige Dokument, das vom Paritätischen veröffentlicht wird, stammt aus einer Arbeitsgruppe, die abseits der Öffentlichkeit harte Einschnitte für Menschen mit Behinderungen und für Kinder und Jugendliche diskutiert. Es enthält mehr als 70 Kürzungsvorschläge mit einem bezifferten Volumen von über 8,6 Milliarden Euro. Das tatsächliche Kürzungsvolumen liegt erheblich höher, da knapp zwei Drittel aller Vorschläge gar nicht mit Zahlen unterlegt sind.
Das Arbeitspapier gliedert sich in drei Regelungsbereiche. Der erste, Kinder- und Jugendhilfe, umfasst die Seiten 4 bis 43 und enthält 25 Vorschläge. Der zweite, Eingliederungshilfe, erstreckt sich über die Seiten 44 bis 99 und enthält 24 Vorschläge sowie ein gesondertes „Positionspapier“ auf den Seiten 100 bis 104. Der dritte Regelungsbereich, das Unterhaltsvorschussgesetz, umfasst die Seiten 105 bis 108 und enthält zwei Vorschläge.
Der Paritätische zeigt sich angesichts der Kürzungspläne von Bund, Ländern und Kommunen entsetzt: Die Vorschläge zielen auf radikale Einschnitte bei sozialen Unterstützungsleistungen. Individuelle Rechtsansprüche auf Schulbegleitung sollen gestrichen, das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen eingeschränkt, die Nachbetreuung junger Erwachsener aus der Jugendhilfe abgeschafft, der Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende zusammengestrichen werden. Manche Vorschläge widersprechen offen der UN-Behindertenrechtskonvention und der UN-Kinderrechtskonvention.
„Was hier unter dem harmlosen Titel ‘Effizienter Ressourceneinsatz’ verhandelt wird, ist ein Angriff auf Errungenschaften, die elementar für soziale Teilhabe sind und die über Jahrzehnte erkämpft wurden. Dass solche grundlegenden Leistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen so radikal gekürzt werden sollen und die Debatte an den Menschen vorbei im Verborgenen geführt wird, ist gleichermaßen skandalös. Hier droht ein Kahlschlag bei Alltagshilfen, mit einschneidenden Folgen für Betroffene und ihre Familien", erklärte Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.
Der Paritätische veröffentlicht das Papier zusammen mit einer detaillierten fachpolitischen Einordnung und Bewertung von 25 exemplarisch ausgewählten Vorschlägen. „Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu wissen, dass aktuell diskutierte Vorschläge auf einen Kahlschlag in ganzen Leistungsbereichen zielen”, sagte Rock.
Gestern gegen 11:00 Uhr kam es in Meppen bei der Straße "Schießplatz" auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 zu einem Flächenbrand. Betroffen war eine etwa 50 Meter breite und 200 Meter lange Fläche.
Nach Angaben der Polizei führten drei Forstarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit Arbeiten an einem im Moor stehenden Hochsitz durch. Dabei trennten sie mit einem Winkelschleifer eine Schraube. Der hierbei entstandene Funkenflug entzündete zunächst den oberflächlichen Bewuchs der Moorfläche. Aufgrund der Trockenheit sowie des vorherrschenden Windes breitete sich das Feuer in der Folge zügig aus.
Durch das schnelle Eingreifen der Betriebsfeuerwehr der Wehrtechnischen Dienststelle sowie mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Klein Berßen konnte der Brand unter Kontrolle gebracht und schließlich gelöscht werden. Gegen 18:00 Uhr war das Feuer vollständig gelöscht, sodass keine Gefahr einer weiteren Ausbreitung bestand.
Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Es entstand Sachschaden an der Moorfläche sowie an mehreren Bäumen. Die Schadenshöhe ist derzeit noch unklar.
Die NOZ berichtete, ein Sprecher der WTD 91 habe betont, dass das Feuer nicht aufgrund von Erprobungstätigkeit der WTD ausgebrochen sei. Es sei auch keine Munition eingesetzt worden. Die Bundeswehr sei in diesem Fall selbst Betroffene. [PM/jdm]
Auf ihre zentrale Forderung „Holz darf nicht länger in großem Umfang verbrannt werden, sondern soll vorrangig stofflich genutzt werden“ haben der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Verband der Holzwerkstoff- und Innentürenindustrie (VHI) erneut hingewiesen.
Holz sei ein unverzichtbarer Rohstoff – auch für den Klimaschutz. Holz solle künftig deutlich mehr klimaschädliche Baustoffe wie Beton ersetzen und CO2 langfristig binden. „Wir nutzen es in Möbeln, Spanplatten und Türen. Und es soll in Zukunft sogar fossiles Gas und Öl in der Grundstoffchemie ersetzen. Dabei dürfen wir aber die Wälder nicht übernutzen – sie dienen als CO₂-Speicher und Lebensräume, liefern Trinkwasser und kühlen die Umgebung“, wird in dem gemeinsamen Appell erklärt.
Wenn man sich diese vielen Möglichkeiten der Holzverwendung anschaue, erstaune, dass man etwa die Hälfte des in Deutschland anfallenden Holzes verbrannt werde. Mehr als ein Drittel des Holzes werde direkt nach der Ernte verheizt, vor allem Buchenholz. Vom gebrauchten Holz gehe sogar ca. 80 Prozent in die Verbrennung – deutlich mehr als in anderen europäischen Ländern. Dies sei ein Ergebnis jahrelanger finanzieller Fehlanreize.
Dabei könnten die meisten Holzsortimente durchaus stofflich genutzt werden. Für Span- und Faserplatten, Dämmmaterial und sogar innovative Holzbausteine könnten problemlos Laubholz, Holz mit Borkenkäferspuren oder bereits gebrauchtes Holz (sogenanntes Altholz) verwendet werden. Lediglich mit giftigen Chemikalien belastetes Altholz kommt für eine Weiternutzung nicht in Frage, dieses macht aber nur wenige Prozent aus. Den gesamten Text des Appells findet man auf der Nabu-Homepage. Weiterführende Informationen findet man im folgenden Link: www.NABU.de/holzappell. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Bei den Scheindebatten im Landtag regen sich Abgeordnete gern über ihre politischen Gegner auf – bei der Erhöhung ihrer Einkommen sind sie sich aber in der Regel einig. Auch die mediale Aufregung über die Selbstbedienung der sogenannten Volksvertreter ist mittlerweile nur noch Routine und deutlich gegenüber früheren Zeiten abgeflacht.
„Wieder gönnen sich die Abgeordneten in Niedersachsen einen kräftigen Schluck aus der Pulle: Die Diäten steigen um mehrere Hundert auf 10.660 Euro im Monat. SPD, CDU, Grüne und die AfD im Landtag behaupten, ihre Politiker nähmen damit nur an der allgemeinen Einkommensentwicklung teil. Wie scheinheilig“, schreiben das Göttinger Tageblatt und weitere zur Madsack Mediengruppe gehörende Blätter.
Ebenfalls beklagt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) den Automatismus, mit dem die Abgeordneten ihre Diäten erhöhen: „Während sich SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen auf eine automatische Anpassung an die allgemeine Lohnentwicklung berufen und ihre Bezüge sofort erhöhen, mussten die Landesbeschäftigten die Einkommensverbesserungen im aktuellen Tarifabschluss mühsam erkämpfen. Diese wirken zudem nur schrittweise über zwei Jahre, und ein Termin für die angekündigte Übertragung auf Beamtinnen und Beamte steht weiterhin aus.“ Diese Ungleichbehandlung verschärfe die soziale Schieflage und sei schwer nachvollziehbar. Daher fordert die GdP, dass Diäten an Tarifabschlüsse gekoppelt werden und schnell ein klares politisches Bekenntnis zum Krisenbonus erfolgt. Dass der von der Bundesregierung ermöglichte steuerfreie Krisenbonus in die Verantwortung der Arbeitgeber verlagert wird, kritisiert die GdP grundsätzlich. Vor dem Hintergrund der geplanten Diätenerhöhung fordert sie aber, dass das Land Niedersachsen diesen Spielraum nutzt und den Landesbeschäftigten einen Bonus von 1.000 Euro zahlt, um zumindest einen symbolischen Ausgleich zu schaffen.
Allerdings nagen Polizisten nicht gerade am Hungertuch, und im Vergleich zu Werktätigen in Niedriglohngruppen klagen sie auf einem hohen Niveau. Trotzdem ist die Kritik an den Landtagsabgeordneten berechtigt. Immer wieder führen Politiker „hart arbeitende Menschen“ an, die sie angeblich vertreten. In der Diskussion über Mindestlohn zeigen sie dann viel Verständnis für die Arbeitgeber, die schließlich wettbewerbsfähig bleiben müssten – die Lohnkosten seien in Deutschland eh schon zu hoch. Und bei Fragen zu Lohnerhöhungen im Niedriglohnsektor halten sich die gut situierten Berufspolitiker*innen dann gern mit dem Hinweis zurück, dass die Verhandlungen dazu allein von den Tarifparteien zu führen seien. Wie scheinheilig… [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]
Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: Montag, 27.04.2026: Herbrum Dienstag, 28.04.2026: Wesuwermoor Mittwoch, 29.04.2026: Baccum Donnerstag, 30.04.2026: Geeste Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]
Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 27.04.2026 bis Freitag 30.04.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53) und Renkenberge – Wahn (K168) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]
Passend zum „UNESCO Welttag des Buches“ eine Empfehlung: „Und Federn überall“ – Ein Roman über Arbeit, Würde und Erinnerung.
Die Kälte von Ausbeutungsverhältnissen ist kein abstraktes Phänomen – sie zeigt sich ganz konkret im persönlichen Umfeld, oft in unmittelbarer Nähe. Der für den Deutschen Buchpreis 2025 nominierte Roman „Und Federn überall“ von Nava Ebrahimi eröffnet einen fiktiven Blick auf eine Stadt im Emsland, deren Vorbild unverkennbar Haren (Ems) ist.
Im Zentrum steht eine gigantische Hähnchenzerlegungsanlage, die das Leben und Arbeiten in der Region prägt. Zugleich verknüpft der Roman die Geschichten seiner Hauptfiguren mit der Vergangenheit des fiktiven Ortes Lasseren, in der nach dem Zweiten Weltkrieg für drei Jahre deutsche Einwohner:innen den Ort verlassen mussten und Vertriebene aus Polen dort lebten – so wie tatsächlich in Haren/Ems.
Diese historische Ebene verbindet die Autorin mit heutigen Lebensrealitäten: Sie schildert die Schicksale von Arbeiter:innen und Migrant:innen, die unter harten Bedingungen in der Fleischverarbeitung tätig sind und sich ihren Lebensunterhalt mühsam verdienen müssen. Dabei zeigt sie eindringlich, wie Menschen trotz permanenter Bedrohung durch Ausbeutung und Rohheit um Würde und Selbstbestimmung kämpfen.
In den Geschichten der sechs Hauptfiguren spiegeln sich die brutalen Zwänge der Lohnarbeit, die Angst vor Abschiebung und existenzielle menschliche Nöte. Doch nicht nur jene am unteren Rand der sozialen Pyramide ringen darum, angesichts dieser Verhältnisse nicht zu verhärten – auch diejenigen, die eher zu den Profiteuren des Systems zählen. Nichts daran wirkt konstruiert; vieles erinnert an reale Verhältnisse. Der Gewinnerin des Ingeborg-Bachmann-Preises Nava Ebrahimi ist es gelungen, in einer poetischen Sprache einen klugen und spannenden Roman zu schreiben. [Joop Deters]
Warum leckt sich ein Hund das Genital? – Weil er es kann!
Afghanistan - Drohnen bestimmen die Außenpolitik
In dem Buch des New York Times Journalisten David E. Sanger, Confront and Conceal: Obama’s Secret Wars and Surprising Use of American Power (2012) lässt dieser den nationalen Sicherheitsberater Obamas, Thomas E. Donilon, mit einer ungeheuerlichen Aussage zu Wort kommen. Nach einer Sitzung des Sicherheitsrates, in der man sich Klarheit über die politischen Ziele des Drohnenkrieges in Afghanistan verschaffen wollte, stellte man fest, dass es keine Einigkeit darüber gab. Ging es darum, den weltweiten Terror zu besiegen (Obamas offizielle Diktion für den verstärkten Drohneneinsatz) oder darum, die Taliban als Machtfaktor in Afghanistan auszuschalten oder wollte man im Land der Demokratie zum Sieg verhelfen? – Die Diskussionen darüber betonten immer wieder die einmaligen Fähigkeiten der Drohne als Waffe, was Donilon zu dem frustrierten Schluss brachte, dass die Waffentechnik der Drohne politische Ziele bestimmte. – Wir alle kennen das klägliche Ende des Afghanistan-Abenteuers der USA und ihrer NATO-Verbündeten. Als ihre Truppen nach 20 Jahren Krieg abzogen, ließen sie 70 000 Zivilisten und 90 000 Kämpfer und Soldaten (die meisten von ihnen Afghanen) tot zurück. Die Taliban übernahmen wieder die Macht im Land. Dabei hätten die Amerikaner es wissen müssen.
Falsch verstandene Geschichte
Ihr Vietnamkrieg war genau aus dem gleichen Grund verloren gegangen. Allgemein gehaltene politische Ziele, die vor Allem mit militärischen Mitteln nicht zu erreichen waren, hatten zu Millionen von Opfern (darunter 58 000 Amerikaner) und in der taktischen Umsetzung zu unzähligen Kriegsverbrechen durch US-Tuppen geführt. Ehemalige politisch Verantwortliche und pensionierte Generale haben sich später über den Krieg und die Kriegsstrategie des “Body Count” kritisch geäußert und das US-Engagement als Fehler bezeichnet. Der Krieg als Mittel der Politik wurde jedoch von nur wenigen in Frage gestellt. Man beruft sich im US-Kriegsestablishment bis heute (auch in NATO-Staaten) auf den preußischen Militärphilosophen, General Carl von Clausewitz, der in seinem Werk Vom Kriege feststellte: Krieg ist ein Mittel der Politik. Dass Clausewitz seine Lehren aus der Analyse der Napoleonischen Kriege gezogen hatte, also eine Momentaufnahme der Geschichte war, wurde übersehen. Natürlich hatte man aus den Fehlern im Vietnamkrieg Lehren gezogen, nicht immer konsequent, wie das eingangs erwähnte Beispiel zeigt.
Luftstreitkräfte – der beschwerliche Weg zum Mythos
Eine davon war, die zivil-miltärische Zusammenarbeit in Hinblick auf die Umsetzung politischer Ziele in eine Militärstrategie durch Institutionalisierung effektiver zu machen. Das Ergebnis war die Schaffung des Joint Task Force-Konzepts (JTF). Es kam 1992 im 2. Golfkrieg (Desert Storm) zum ersten Mal erfolgreich zum Einsatz. Mit ihm wurde eine weitere Lehre aus dem Vietnamkrieg umgesetzt. Führung aus einer Hand. Sie betraf in der Hauptsache die Luftstreitkräfte. Während im Vietnamkrieg 5 US-Luftstreitkräfte ohne Koordination gleichzeitig im Einsatz waren (die taktische Luftflotte in Südvietnam, die taktische Luftflotte in Thailand, die der Marines, die der Navy auf den Flugzeugträgern und die des strategischen Bomberkommandos), werden sie im JTF-Konzept einem Commander unterstellt. Das führte zwischen den Teilstreitkräften zu Reibungen. Die geschichtsträchtigste davon war der Streit zwischen Air Force und Navy, wer im Einsatzfall das Oberkommando über die Gesamtheit der Luftstreitktäfte bekommen sollte. Seine Anfänge sind unmittelbar mit dem Kampf des Kommandeurs der Luftstreitkräfte während des 1. Weltkriegs (Oberst William Mitchell) verbunden, Luftstreitkräfte zu einer eigene Teilstreitkraft, der Luftwaffe, zu machen. Sein Ziel wurde erst 1947 erreicht. Bis dahin unterstanden die Kampfflugzeuge den Landstreitkräften (US Army Airforce). Der größte Gegner einer eigenständigen Luftwaffe war jedoch seinerzeit die Admiralität der Navy.
Luftstreitkräfte – Eine Vision treibt Technik
Für die Machtprojektion eines Landes in Insellage war von je her die Marine mit ihren Kriegsschiffen zuständig. Eine Luftwaffe, die mit Flugzeugen aus Speerholz und Wandten flog, wäre dazu nicht in der Lage. Sie würde unnötig Geld aus dem Verteidigungsbudget ziehen, was zu Lasten der Marine gehen würde. Mitchell ließ nicht locker. Unter dem Eindruck der jahrelangen Grabenkriege im 1. Weltkrieg mit Millionen von toten Soldaten hatte er die Vision, dass Luftstreitkräfte zukünftige Kriege nur aus der Luft gewinnen könnten. Seine Luftkriegs-Strategie: Mit Feuer- und Chemiebomben die Städte des Feindes angreifen. Im Angesicht des Schreckens würde nach wenigen Tagen die Bevölkerung ihren Regierenden den Gehorsam verweigern. Kapitulation wäre die Folge. Da Mitchell im System nicht genug Fürsprecher hatte, wandte er sich mit seiner Vision an die Industrie. Die entwickelte in wenigen Jahren Bomberflugzeuge, die die Reichweite und Zuladung hatten, um eine solche Strategie umzusetzen. Im zweiten Weltkrieg zum ersten Mal ausprobiert, hat sie die vorhergesagte Wirkung nicht erfüllt, wie wir heute wissen. Sie hatte einen anderen Effekt, der bis heute die Welt im Atem hält.
Luftstreitkräfte – Technik treibt Politik
Durch die hohe Dynamik zwischen Luftwaffe und Industrie wurden und werden beeindruckende fliegende Waffensyteme entwickelt. Sie sind in der Lage, vom ersten Kriegstag an bei Nacht und schlechtem Wetter gegen alle erdenklichen Ziele beim Feind gleichzeitig zu wirken. Ob diese Einsätze zum Sieg führen oder auf heute bezogen, bei der Erreichung von politischen Zielen, die einem nachhaltigen Frieden dienen, von Nutzen sind, muss vor dem Hintergrund der Erfahrungen mehr als bezweifelt werden. Bleibt die Frage: Warum tun sie es trotzdem immer wieder? – Bleibt nur noch die erschreckende Antwort: Weil sie es können. [Ulrich Scholz, erstveröffentlicht auf Ulrichs Newsletter]
Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite.“ wollen die Gewerkschaften in diesem Jahr ein klares Zeichen für sichere Arbeitsplätze und Zukunftsperspektiven für Beschäftigte setzen.
Dazu sagt Andreas Kuper als DGB-Kreisverbandsvorsitzender: „Die gegenwärtige Krise darf nicht dazu genutzt werden, Arbeitsplätze abzubauen oder ins Ausland zu verlagern.“ Neben dem Kampf um gute Arbeitsplätze steht auch der Erhalt der sozialen Sicherung von Arbeitnehmer*innen im gewerkschaftlichen Fokus. „Einer Ausweitung der täglichen Höchstarbeitszeit, Verschlechterung bei der Rente oder im Gesundheitssystem sagen wir als Gewerkschaftsbewegung ganz klar den Kampf an“, führt er weiter aus. „Darum freuen wir uns, dass auch in diesem Jahr wieder viele unterschiedliche Gruppen, Verbände und Parteien mit Eigeninitiative an der Maifeier teilnehmen“, so der DGB-Kreisverbandsvorsitzende.
Sonic & Smoke
Die Maifeier des DGB findet von 11 bis 14 Uhr auf dem Hauptkanal rechts statt. Ab 10 Uhr rufen der DGB und viele Verbände zur Demo auf. Als Hauptredner spricht Dominique Lembke von der IG Metall Bezirk Küste. Zudem wird die Veranstaltung musikalisch begleitet von Sonic & Smoke.
Weiterhin erwarten die Besucher vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten für Groß und Klein, sowie diverse kulinarische Leckereien an den unterschiedlichen Ständen. [PM]
Am 29. April 2026 findet in der Zeit von 18:30 Uhr bis 21:00 Uhr die nächste öffentliche Sitzung des Planungsteam Forum Endlagersuche (PFE) statt.
Themenschwerpunkt der Sitzung ist erneut die Novelle des Standortauswahlgesetzes (für Atommüll). Prof. Hartmut Gaßner als ehemaliges Mitglied der Endlagerkommission und Dr. Bernd Redecker vom BUND e.V. werden ihre Überlegungen zu verschiedenen Aspekten der geplanten Gesetzesnovelle vorstellen. Anschließend besteht die Möglichkeit im Rahmen einer Diskussionsrunde Fragen zu stellen und eigene Anmerkungen einzubringen.
Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht nötig. Sie finden die Einwahldaten sowie die Agenda zum Termin hier.
Hinweis: Der digitale Sitzungsraum wird bereits um 18:20 Uhr geöffnet. Bis 18:30 Uhr besteht die Möglichkeit, an einer kurzen Einführung in das Standortauswahlverfahren und die Arbeit des Planungsteam Forum Endlagersuche teilzunehmen. Um 18:30 Uhr beginnt die reguläre Sitzung. [PM]
Auf dem Tag der Vereine am 3. Mai auf dem Heimathof sorgen die 1. und die 2. Herrenmannschaft des SV Wippingen für Kaffee und Kuchen, sowie Bier und Bratwurst. [Gretel Frericks]
In einem Statement zur geplanten Novelle für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) äußerten sich Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick und Dr. Sascha Samadi vom Wuppertal-Institut.
Die Novelle für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde in die Ressortabstimmung gegeben. Die Novelle sieht offenbar deutliche Verschlechterungen hinsichtlich der Rahmenbedingungen für den Zubau von Gebäude-Solaranlagen vor. Stattdessen möchte die Bundesregierung stärker auf Freiflächen-Solaranlagen setzen.
Aus Sicht der Autoren ist unklar, ob der anvisierte stark beschleunigte Zubau von Freiflächenanlagen in den nächsten Jahren tatsächlich umgesetzt werden kann. Freiflächenanlagen führen im Gegensatz zu Dachanlagen zu einem zusätzlichen Flächenverbrauch, was Widerstand von verschiedenen Seiten bedeute. Sollte sich herausstellen, dass Freiflächenanlagen nicht in ausreichender Menge errichtet werden können, könnte angesichts der geplanten Verschlechterung der Rahmenbedingungen für neue Dach-Solaranlagen mehr Stromerzeugung aus fossilen Kraftwerken notwendig werden.
Dach-Solaranlagen seien laut einer Umfrage im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien die mit Abstand beliebteste Form der erneuerbaren Energien. Sie ermöglichen eine breite gesellschaftliche Teilhabe an der Energiewende. Sollte die zukünftige Stromerzeugung zu einem geringeren Anteil über diese Anlagen erfolgen und stattdessen stärker auf weniger beliebte Formen der erneuerbaren Energien zurückgegriffen werden, könnte dies eine Belastung für die gesellschaftliche Akzeptanz darstellen.
Umfragen der letzten Jahre, etwa von Eon sowie im Auftrag der Initiative Klimaneutrales Deutschland und eine Studie der Universität St. Gallen, zeigten zudem, dass Haushalte, die über eine Solaranlage verfügen, deutlich häufiger Elektroautos oder Wärmepumpen besitzen bzw. deren Kauf in Erwägung ziehen. Dies ist nachvollziehbar, denn eine eigene Solaranlage erhöht aufgrund des günstig verfügbaren eigenen Solarstroms die Wirtschaftlichkeit eines Elektroautos sowie einer Wärmepumpe. Wird der Ausbau von Gebäude-Solaranlagen geschwächt, dürfte darunter auch die für erfolgreichen Klimaschutz zentrale aber in den letzten Jahren ohnehin schon zu langsame Elektrifizierung des Verkehrs und der Raumwärme leiden – und zu einem höheren Bedarf an fossilen Energieträgern in den Sektoren Verkehr und Gebäude führen.
Die vorgesehenen Änderungen in den Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der Photovoltaik könnten tatsächlich zu moderaten Kosteneinsparungen führen. Allerdings sind sie auch aus Sicht des Wuppertal Instituts mit erheblichen Nachteilen und Risiken verbunden – insbesondere was die erfolgreiche Realisierung der gesetzlich verankerten Klimaziele betrifft. Eine Politik, die sich nur auf die finanziellen Einsparpotenziale fokussiere, greife nach Ansicht von Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick und Dr. Sascha Samadi zu kurz. [jdm]
Am Samstag, den 18.04.2026, hat das Zeltlager Team den Erlös vom renkenberger Osterfeuer in Höhe von 250€ erhalten.
Die Vorbereitungen fürs diesjährige Zeltlager laufen bereits. Die Gemeinde Renkenberge ist stolz auf das Zeltlager Team, welches jedes Jahr in den Ferien für spannende Erlebnisse für unsere Kindern sorgt.
Stellvertretend hat Gretel Frericks die Spende entgegengenommen. [Marcel Ganseforth]